Wechsel der Halsmanschette
Schlagwörter:Gummifabrikken, Halsmanschette, Kontaktkleber, Latex, Reparatur, Trocki, Wechsel
Beim letzten gründlichen Check des Trockis fiel mir auf, dass die Halsmanschette an einer Stelle leicht porös wird. Wie oft ich damit noch trocken tauchen gehen kann, weiss ich nicht. Ich entschied mich also, diese so bald wie möglich auszutauschen.
Recherchen haben ergeben, dass meine Stamm-Tauchshops selbst keine Reparaturen durchführen. Es blieben mir also die Möglichkeiten, den Trocki per Versand zu einer Reparaturwerkstatt zu schicken oder es selbst zu machen. Die zweite Alternative ist natürlich die preiswertere – aber auch die Sinnvollste? Das wird sich noch zeigen…
Bei gummifabrikken.de waren schnell eine neue Manschette und entsprechender Kleber bestellt, die Lieferung war zügig und das Internet bot einige private Seiten und Anleitungen, wie das Einkleben der neuen Manschette funktioniert. Prima – es kann also losgehen.
Die alte Manschette war recht schnell gelöst, auch wenn sich das Abklebeband um den Rand etwas störrisch zeigte. Aber mit genug Wärme aus dem Fön gab auch diese schnell ihren Geist auf.
Letztendlich qualifizierte sich eine mittelgroße Tupper-Schüssel als Unterlage. Diese passte sich optimal der Trockiöffnung an, so dass ich die neue Manschette anpassen und mit einem Gummiband fixieren konnte.
Den Kleber habe ich in zwei Schichten auf die Klebestellen aufgetragen und jeweils ca. 7min ablüften lassen. Dann wurde es spannend. Während Julia (2 Hände reichen für diese Aktion nicht!) die Manschette am Umkappen hinderte, fixierte ich die ersten Klebepunkte diagonal gegenüberliegend. Suksessive wurden dann alle Bereiche der Manschette umgeklappt und fest angedrückt. Die Schüssel wurde entfernt und mit einem Tapetenroller drückte ich die Manschette ringsrum fest.
Jetzt heisst es – Warten&Hoffen. Die frische Klebestelle ließ ich 24 Stunden aushärten, bevor ich den ersten Drucktest machte. Flaschen und Schüssel zur Manschettendichtung, Reisverschluss zu und Druck drauf.
Auch nach mehreren Stunden war der Trocki noch wie ein Ballon aufgeblasen, was jetzt vermuten lässt, dass die Klebestelle dicht ist. Dies bestätigte am Samstag auch der erste Tauchgang in Untergrombach.
Die Trockisaison beginnt
Schlagwörter:Ausrüstung, Handschuhsystem, Rheinau, Rheinauer See, SITech, Trockentauchhandschuhe, Trocki
Gestern war es dann wieder soweit. Der erste Tauchgang im Trocki.
Unsere Mittwochsrunde traf sich gestern am Rheinauser See. Eingepackt hatte ich beide Anzüge – nass und trocken. Als Norbert sich dann für das Trockentauchen entschied, machte ich es ihm nach und war im Endeffekt ganz froh darüber.
Endlich kamen dann auch meine neuen vor wenigen Wochen ergatterten Trockentauchhandschuhe zum Einsatz. Ich hatte mir das Handschuhsystem von SITech zugelegt und im Vorfeld montiert. Leider lief mein linker Handschuh bereits beim Anziehen der Flossen voll. Irgendwo muss dort noch eine undichte Stelle sein. Die rechte Seite war dicht. Ich schleppte mich also wieder zum Auto zurück und wechselte auf meine Nasshandschuhe.
Der Tauchgang im Rheinausee entschädigte dann wieder die anfänglichen Probleme von Tarierung/Trimm und des Trocki-Handlings mit vielen großen Hechten, die recht ruhig im Wasser standen. Ein sehr großer Barsch war auch dabei. Die Sicht betrug etwa 2-4m. Das Tauchgangsprofil findet sich im Tauchlogbuch.
Nach fast einer Stunde erreichten wir wieder den Einstieg. Während die Buddy’s in ihren Nassanzügen anfingen zu frieren, hatten es Norbert und ich recht angenehm. Für dieses Jahr kann ich wohl den Nassanzug endgültig reinigen und weg packen.
Letztendlich war das Tauchen im Trocki zwar wieder eine große Umstellung, aber Spaß macht es trotzdem. Ich könnt mich dran gewöhnen.
Wir rundeten den schönen Abend bei einem kühlen Dekobier ab.
Tarierung mit Trockentauchanzügen
Schlagwörter:Jacket, Tarierung, Trocki
Neulich in Achims Tauchoase wurde ich gefragt, mit welchem Tariermittel ich mich im Wasser austariere. Ich antwortete, dass das Jacket für mich das einzige Tariermittel ist. In den Trockentauchanzug kommt nur soviel Luft, wie ich für mein Wärmepolster benötige. Da entstand eine interessante Diskussion darüber, mit welchem Mittel denn tariert werden solle. Es kristalisierten sich 2 Meinungen heraus.
Alternative 1: Tarierung nur mit dem Trocki
- Man hat nur ein Tariermittel, was Anfängern bestimmt gelegen kommt
- Ausreichendes Luftpolster für die Wärmeisolation
- Bessere und feinere Kontrolle des Luftablasses beim Aufstieg
Alternative 2: Tarierung über Jacket und Trocki
- Für Anfänger schwerer zu kontrollieren
- Falls ein Mittel ausfällt, sinkt man nicht so stark ab, weil das andere Mittel noch Luft hält
- Aus dem Jacket bekommt man die Luft viel schneller raus, als aus dem Trocki. Dies könnte beim Aufstieg wichtig sein.
- Die erwärmte Luft im Trocki muss beim Aufstieg abgelassen werden. Wenn “nachtariert” werden muss, strömt kalte Luft aus der Flasche nach. Dies übt sich negativ auf das Wärmepolster aus.
Letztendlich kamen wir in dieser Runde zu keinem Ergebnis. Da ein erfahrerener Trockentaucher mir jedoch Alternative 1 angeraten hat, will ich das heute mal probieren. Wir schon so oft treffe ich mich mit meinen Buddy’s um 12 Uhr am St. Leoner See
.
Das Thema scheint jedoch heiss diskutiert zu sein. Auch im Taucher.Net lassen sich hier hitzige Diskussionen finden.
Bestimmt habe ich hier noch viele Argumente für Alternative 1 und 2 übersehen. Ihr könnt mir ja eine Nachricht zukommen lassen. Gerne ergänze ich den Artikel. Auch werde ich meine heutigen Erfahrungen hier niederschreiben. Stay tuned!
Nachtrag:
Wie erwähnt, habe ich beim heutigen Tauchgang nur mit dem Trocki tariert. Auch meine Buddy’s haben angegeben bis ca. 20m nur mit diesem zu tarieren. Danach wäre die Blase aber zu groß, so dass dann – und erst dann – das Jacket hinzugenommen wird. Ständig habe ich mich erwischt, wie ich wie gerlernt zum Inflator greifen wollte, um meine negative Tarierung beim Abstieg auszugleichen. Man muss sich also mächtig umstellen. Das alleinige Tarieren über den Anzug hat jedoch problemlos funktioniert. Unschön ist eben nur, dass die warame Luft beim Aufstieg wieder entweicht und man so noch mehr aufpassen muss, wie weit man das Auslassventil öffnet, damit die Luft entweichen kann (bevor man zum Fahrstuhl wird). Aber auch das halt problemlos funktioniert.




