2. August 2011

Standardschlauch für den Longhose

Im vorangegangen Artikel “MIFLEX-Schläuche” ging es um die Vor- und Nachteile dieses Schlauchtyps. Wie ebenfalls erwähnt, hatte ich mich nach dem Artikel dafür entschieden, meinen Longhose zu tauschen und zukünftig einen Standardschlauch zu verwenden. Heute möchte ich über meine Erfahrungen mit diesem berichten.

Schon beim Berühren wird deutlich, dass die Standardschläuche nicht so flexibel sind. Nach einigen Überlegungen habe ich mich dazu entschieden, die werksseitige Krümmung (so wie der Schlauch fällt) auszunutzen und sowohl Schlauch als auch 2. Stufe entsprechend montiert. So liegt der Longhose sauber direkt am Körper ohne in sich verdreht zu sein oder Schlaufen zu werfen.

Die Montage am Rückengerät unterscheidet sich nicht von der des Miflex-Schlauches. Der Unterschied wird jedoch beim Anrödeln und dem “Verstauen” um den Hals deutlich.  Während die Miflex-Variante immer wieder verrutscht (wegen der glatten Oberfläche), bleibt der Standardschlauch dort liegen, wo er abgelegt wurde. Ein Einklippen des Reglers in den rechten D-Ring ist eigentlich nicht notwendig. Auch während dem Tauchgang muss der Schlauch nicht nachgezogen werden (was ich beim Miflex-Schlauch des öfteren machen musste, bevor er mir den Regler aus dem Mund zog). Der Schlauch liegt einfach da, wo er hin muss! Bei einer OOG-Situation ließ sich der Regler einfach abgeben, ohne sich selbst zu verdrehen oder – wie schon beschrieben – sich mit dem Mundstück des Backup-Reglers zu verhaken.

Letztendlich bin ich froh, dass ich den Umstieg vollzogen habe. Der Standard-Schlauch liegt mir offensichtlich besser. Es mag sein, dass andere Taucher genau gegenteilige Erfahrungen sammeln. Aber ich sagte ja bereits im ersten Artikel, dass über dieses Thema viel geredet wird.

Nach einem Hinweis von Michael (vielen Dank dafür!) überlege ich nun, auch meinen Hochdruckschlauch zu ersetzen…

21. Juli 2011

MIFLEX Schläuche

Standardschlauch oder MIFLEX? Das ist die Frage, die sich Taucher beim Erwerb eines neuen Schlauches beantworten müssen. Die seit ein paar Jahren erhältlichen, mit einem äußeren geflochtenen Gewebeband erhältlichen MIFLEX Schläuche zeichnen sich durch ihre extrem gute Biegsamkeit und kleine Radien aus. Ein Knickschutz ist nicht notwendig. Es gibt sie sowohl als Inflator, als auch als Hoch- und Mitteldruckversion.

Alternativ verrichten die Standardschläuche aus Gummi gute Dienste. Diese sind jedoch nicht so biegsam, so dass gerade beim Hochdruck auf die Schlauchführung geachtet werden sollte.

Ich selbst habe beide Varianten verbaut. Mitteldruck-, Fini- und Trocki-Inflatorschlauch sind aus MIFLEX, während am Backup-Regler und Inflator Standardschläuche verbaut sind. Leider ist sich die Fachwelt nicht ganz einig, welcher Typ der bessere ist. Während der erste Tauchshop für Typ A plädiert, rät der zweite Shop zu Typ B. Somit muss jeder Taucher seine eigenen Schlüsse ziehen oder eben testen.

Leider lese ich in letzter Zeit immer wieder von geplatzten MIFLEX-Schläuchen (hier). Während die Hochdruckschläuche wohl keine Probleme machen, gibt es gerade bei den Mitteldruckschläuchen Probleme. Das Gewebeband scheint mit der Zeit in einzelnen Fäden zu reißen. Ebenso kann die raue Oberfläche der Schläuche dem Trockentauchanzug und ganz besonders der Halsmanschette (Longhose um den Hals) zusetzen. Doch auch die Elastizität und Biegsamkeit bringen Nachteile mit sich, so dass der lange Schlauch nicht immer gut um den Hals liegt oder bei Abgeben an den Partner ungewünschte Windungen macht und sich zumindest bei mir mehr als einmal mit dem Mundstück des Backupreglers verhakt hat.

Ich bin zu dem Entschluss gekommen, zumindest meinen langen Schlauch durch einen herkömmlichen zu ersetzen und dann wieder zu berichten. Ob ich damit glücklicher werde, weiß ich zwar noch nicht aber auf dieses Spiel lasse ich mich ein. Letztendlich muss aber jeder seine richtige Schlauchvariante finden, so dass in dieser Sache wohl noch viel diskutiert werden kann.

18. Juni 2011

Die erste Stage

Nach langem “Hin und Her” habe ich mich in den letzten Wochen dazu entschieden, meine Flaschensammlung zu erweitern und mir eine Stage anzuschaffen. Nach einer kurzen Sichtung der Marktpreise war klar, dass ich mal wieder bei Eric bestelle. Dieser meldete sich ein paar Tage später – ich konnte mein neues Baby abholen. :)

Markierung auf Stage

Letztendlich habe ich mich für eine 80cuft Alu Stage von Luxfer in silber mit Dirzone Riggingkit entschieden, welcher problemlos montiert wurde. Wie auf den Bildern zu sehen, wurde die Flasche auch gleich mit meinen Initialen versehen.

Langfristig soll soll die Flasche als Deko-Stage bis zu einer MOD von 21m zum Einsatz kommen, die Markierungen auf der Flasche folgen.

Den passenden Atemregler konnte ich von einem Bekannten erwerben, der gerade von Apeks auf Scubapro wechselt. Nochmals Danke dafür!

Heute geht es damit zum ersten Mal ins Wasser – wir haben uns zum Üben im Marxweiher verabredet. Da ich schon des öfteren eine dritte Flasche an den D-Ringen hängen hatte, ist mir der prinzipielle Umgang bestens bekannt. Die einzelnen Skills müssen aber noch vertieft werden… :)

8. Mai 2011

Tag und Nacht am Marxweiher

Wie bereits in meinem letzten Artikel erwähnt, hat der Marxweiher bei Altrip aktuell recht gute Sichtweiten zu verzeichnen. Diese Tatsache nahmen wir uns zum Anlass, ihn nochmals zu betauchen und buchten uns für Samstag Mittag ein.

Geplant war ein Tauchgang an den “Shark-Point”, bei dem Heike führte und diesen auch zielstrebig erreichte. Nach etwa einer dreivieIch am Shark-Pointrtel Stunde setzten wir ihre “Buddine” wieder am Ausstieg ab (sie hatte einen Nassanzug) und machten zu dritt weiter. Klar war, dass wir das erst kürzlich entdeckte Loch wieder finden wollten. Wir begaben uns also auf den geschätzten Kompasskurs, wobei Thomas dieses Mal führte. Es ging über kleine Hügel und Täler, an vielen Baumstämmen vorbei und plötzlich standen wir vor einem Loch. Schnell war klar, dass es sich nicht um jenes von letzten Mittwoch handelte. Es war viel größer und auch tiefer. Wir ließen uns langsam hinab und endeten bei guten 21m Tiefe. Der Grund war mit leichtem Sediment bedeckt so dass auch nur ein Flossenschlag uns in tiefste Nacht gebracht hätte, aber  auch so war es dort unten etwas dämmrig. Thomas machte noch zwei Bilder, bevor wir den Aufstieg begannen und uns dann gemütlich auf den Heimweg machten. Heike und ich auf 21mNach insgesamt über 90min erreichten wir den Ausstieg und begannen mit dem Aufstiegs-Stop-Prozedere. Nach dem Verräumen der Ausrüstung kehrten wir noch in der nahe gelegenen Strandbar “Oase” am Campingplatz ein.

Der Marxweiher ist normalerweise nur tagsüber zu betauchen. Allerdings bietet der LVST etwa vier mal im Jahr das Nachttauchen im Marxweiher an. Thomas hatte uns beide einen Platz um 22 Uhr besorgt, weshalb wir uns abends wieder am See trafen. Noch vor der einsetzenden Dunkelheit bauten wir die Ausrüstung zusammen und warteten ab. Wir tauchten wie mittags zum “Shark-Point”, wo wir die vielen Baumstämme und Wurzeln bestaunten. Bei Nacht sehen diese irgendwie mysteriöser aus und man ist von jedem Stück Holz fasziniert, das in den Lampenschein kommt. Ein paar Aale und kleine Barsche gab es auch zu sehen. Letztendlich kamen wir am Nordufer raus und wurden wieder einmal durch die schlechte Sicht an den Ausstieg geleitet. :)

Die letzten drei Tauchgänge haben mein Bild vom Marxweiher komplett geändert. Man kann in ihm eben doch mehr machen, als nur auf 6m “Fische gucken”. Ein toller See! Mein Dank geht an Heike und Thomas für die Bilder und die schönen Tauchgänge. Ich hoffe, dass noch viele von dieser Sorte folgen werden.

5. Mai 2011

Marxweiher mal anders

Nachdem der Marxweiher bei Altrip schon seit Mitte April geöffnet ist, war es Zeit ihn mal wieder zu betauchen. Aus diesem Grund traf ich mich gestern mit Thomas am See. Geplant war, dass Thomas eine mir fremde Gegend des Sees zeigt.

Überraschenderweise hat der See momentan recht wenig Wasser und die Sicht liegt in allen Tiefen bei bis zu 6m. Nach den mittlerweile üblichen Checks mit “Anatmen” der Regler und dem Bubble-Check auf 4m ging es auf den zuvor besprochenen Kompasskurs.

Irgendwann erreichten wir den “Shark-Point” – eine Anhöhe, auf der eine kleiner Gedenkstein eines lokalen Tauchvereins steht. Von dort aus erkundeten wir die Umgebung und prüften unseren Trimm in dem wir uns gegenseitig fotografierten.

 

 

 

 

 

Später kamen wir sogar überraschend an eine Abrisskante. Dass es überhaupt eine im See gibt, war mir neu. Da die Sicht immer noch gut war, ließen wir uns an der Wand hinter fallen. Letztendlich landeten wir in einer tiefen Mulde bei ca. 19m Tiefe! Wir waren beide sehr überrascht und freuten uns, auch mal diese Seite des Sees kennenlernen zu dürfen.

 

 

 

 

Aus dem Loch aufgestiegen glichen wir unsere Luftreserven ab und machten uns auf den Rückweg zum Ausstieg, den wir ziemlich gut trafen. Die aufgewühlten Sedimente anderer Taucher und die somit schlagartig schlecht werdende Sicht halfen uns dabei.

 

 

 

 

 

Ich versuchte noch, den Hebesack zu schießen, konnte diesen aber leider nicht aus dem Storagepack ziehen, da sich irgendwie die Bebänderung verwickelt hatte – egal. Nach guten 90 Minuten beendeten wir einen sehr schönen und entspannenden Tauchgang, wofür ich Thomas danke.

 
Letzter Tauchgang
Marxscher Weiher
12.05.2012 16:22
18,29 m / 106,67 min
RSS Feed
QR Code Business Card