8. Mai 2011
Wie bereits in meinem letzten Artikel erwähnt, hat der Marxweiher bei Altrip aktuell recht gute Sichtweiten zu verzeichnen. Diese Tatsache nahmen wir uns zum Anlass, ihn nochmals zu betauchen und buchten uns für Samstag Mittag ein.
Geplant war ein Tauchgang an den “Shark-Point”, bei dem Heike führte und diesen auch zielstrebig erreichte. Nach etwa einer dreivie
rtel Stunde setzten wir ihre “Buddine” wieder am Ausstieg ab (sie hatte einen Nassanzug) und machten zu dritt weiter. Klar war, dass wir das erst kürzlich entdeckte Loch wieder finden wollten. Wir begaben uns also auf den geschätzten Kompasskurs, wobei Thomas dieses Mal führte. Es ging über kleine Hügel und Täler, an vielen Baumstämmen vorbei und plötzlich standen wir vor einem Loch. Schnell war klar, dass es sich nicht um jenes von letzten Mittwoch handelte. Es war viel größer und auch tiefer. Wir ließen uns langsam hinab und endeten bei guten 21m Tiefe. Der Grund war mit leichtem Sediment bedeckt so dass auch nur ein Flossenschlag uns in tiefste Nacht gebracht hätte, aber auch so war es dort unten etwas dämmrig. Thomas machte noch zwei Bilder, bevor wir den Aufstieg begannen und uns dann gemütlich auf den Heimweg machten.
Nach insgesamt über 90min erreichten wir den Ausstieg und begannen mit dem Aufstiegs-Stop-Prozedere. Nach dem Verräumen der Ausrüstung kehrten wir noch in der nahe gelegenen Strandbar “Oase” am Campingplatz ein.
Der Marxweiher ist normalerweise nur tagsüber zu betauchen. Allerdings bietet der LVST etwa vier mal im Jahr das Nachttauchen im Marxweiher an. Thomas hatte uns beide einen Platz um 22 Uhr besorgt, weshalb wir uns abends wieder am See trafen. Noch vor der einsetzenden Dunkelheit bauten wir die Ausrüstung zusammen und warteten ab. Wir tauchten wie mittags zum “Shark-Point”, wo wir die vielen Baumstämme und Wurzeln bestaunten. Bei Nacht sehen diese irgendwie mysteriöser aus und man ist von jedem Stück Holz fasziniert, das in den Lampenschein kommt. Ein paar Aale und kleine Barsche gab es auch zu sehen. Letztendlich kamen wir am Nordufer raus und wurden wieder einmal durch die schlechte Sicht an den Ausstieg geleitet.
Die letzten drei Tauchgänge haben mein Bild vom Marxweiher komplett geändert. Man kann in ihm eben doch mehr machen, als nur auf 6m “Fische gucken”. Ein toller See! Mein Dank geht an Heike und Thomas für die Bilder und die schönen Tauchgänge. Ich hoffe, dass noch viele von dieser Sorte folgen werden.
5. Mai 2011
Nachdem der Marxweiher bei Altrip schon seit Mitte April geöffnet ist, war es Zeit ihn mal wieder zu betauchen. Aus diesem Grund traf ich mich gestern mit Thomas am See. Geplant war, dass Thomas eine mir fremde Gegend des Sees zeigt.
Überraschenderweise hat der See momentan recht wenig Wasser und die Sicht liegt in allen Tiefen bei bis zu 6m. Nach den mittlerweile üblichen Checks mit “Anatmen” der Regler und dem Bubble-Check auf 4m ging es auf den zuvor besprochenen Kompasskurs.

Irgendwann erreichten wir den “Shark-Point” – eine Anhöhe, auf der eine kleiner Gedenkstein eines lokalen Tauchvereins steht. Von dort aus erkundeten wir die Umgebung und prüften unseren Trimm in dem wir uns gegenseitig fotografierten.

Später kamen wir sogar überraschend an eine Abrisskante. Dass es überhaupt eine im See gibt, war mir neu. Da die Sicht immer noch gut war, ließen wir uns an der Wand hinter fallen. Letztendlich landeten wir in einer tiefen Mulde bei ca. 19m Tiefe! Wir waren beide sehr überrascht und freuten uns, auch mal diese Seite des Sees kennenlernen zu dürfen.

Aus dem Loch aufgestiegen glichen wir unsere Luftreserven ab und machten uns auf den Rückweg zum Ausstieg, den wir ziemlich gut trafen. Die aufgewühlten Sedimente anderer Taucher und die somit schlagartig schlecht werdende Sicht halfen uns dabei.

Ich versuchte noch, den Hebesack zu schießen, konnte diesen aber leider nicht aus dem Storagepack ziehen, da sich irgendwie die Bebänderung verwickelt hatte – egal. Nach guten 90 Minuten beendeten wir einen sehr schönen und entspannenden Tauchgang, wofür ich Thomas danke.
21. März 2011
Diese Woche habe ich mich endlich zu einem Hebesack samt richtiger Spool durch gerungen. Da wir am Wochenende sowieso nur üben wollten, kam dieser gleich das erste Mal zum Einsatz.
Wir verabredeten uns am See in Untergrombach. Nachdem wir an Land nochmals das Prozedere des Wechsels auf einen Stageregler durchgingen, wurden die Stages ans Wasser gebracht und wir machten uns fertig.
Nach den anfänglichen Checks der Automaten und Schlauchführung tauchten wir ab und fanden uns auf der Halde bei etwa 13m ein. Nachdem meine Buddy’s auf die Stage und wieder zurück gewechselt haben, wurde mir selbige gereicht. Ich hatte also das erste Mal eine 80cuft Flasche an mir hängen. Der Wechsel verlief recht problemlos und das EAN50 war auch lecker
. Der Wechsel zurück auf mein Rückengas funktionierte ebenso, aber das Verstauen der zweiten Stufe unter den Bungees muss noch geübt werden.
Gegen Ende des Tauchgangs schossen wir alle unsere Hebesäcke/Bojen, wobei ich mir das Ziehen des Sacks aus dem Storagepack heraus einfacher vorgestellt hatte. Auch hier darf ich noch viel üben…
Letztendlich waren wir fast 80min im Wasser und hatten einen heiden Spaß. Schließlich haben wir jetzt eine Bestätigung, wo wir stehen und was noch zu üben ist.
Bei herrlichem Sonnenschein plauderten wir noch etwas. Auch Oliver von Cavebase gesellte sich zu uns.
30. Dezember 2010
Nachdem die Weihnachtsfeiertage vorbei sind und wieder etwas Ruhe eingekehrt ist, fand gestern unser letzter Tauchgang im für 2010 statt. Da der St. Leoner See leider wegen Eis gesperrt ist, fuhren wir nach Untergrombach. Hier war von Eis nur im Badebereich die Rede, der eigentliche See war frei.
Dieses Mal war auch Constantin mit von der Partie. Nach der üblichen Quasselrunde ging es an die Montage der Ausrüstung und letztendlich zum See. Am Einstieg sah das Wasser recht klar aus. Leider bestätigte sich dieser Eindruck unter Wasser nicht. Ab 5m Tiefe wurde die Sicht etwas trüber, was uns jedoch nicht abschreckte. Der Tauchgang führte uns auf über 25m Tiefe, zu sehen gab es aber leider nicht viel.
Nach 80 Minuten kamen wir etwas verfroren aus dem Wasser, wo der warme Tee bereits auf uns wartete. Vielleicht sollte ich mir doch mal Gedanken über Argon machen…
Der nächste Tauchgang findet aller Wahrscheinlichkeit am 2.1.2011 statt.
Ich möchte mich hiermit bei allen Buddy’s und Tauchkollegen für die schönen Tauchgänge in 2010 bedanken. Ohne euch hätte ich nicht über 90 Stück zusammen bekommen. Ebenso freue mich darauf, mit euch auch 2011 wieder abzutauchen – auch wenn ich die Anzahl wohl nicht toppen werde.
12. Dezember 2010
Gestern war es wieder soweit. Wir tauchten für dieses Jahr das letzte Mal im Brechtsee. Dieser verabschiedet sich ab 15. Dezember in die Winterpause. Tauchen ist dann bis zum 14. April 2011 verboten.
Unser Tauchgang führte uns in für uns bisher fremde Regionen mit interessanten Felsen, Holzstücken und schön anzusehender Halde mit Kämmen. Leider war die Sicht nicht ganz so wie gewünscht. Sie betrug auf 20m Tiefe nicht mehr als 3-4m, im Flachwasser war es nicht besser.
Nach dem Tauchgang stand fest, dass uns der Brechtsee pünktlich zur neuen Saison wieder sehen wird und wir dann diese neue Region weiter erkunden wollen.
Für die nächsten vier Monate müssen wir uns auf die alten bekannten Winterseen wie St. Leon-Rot und Untergrombach zurück ziehen. Mit etwas Wehmut und guter Erinnerung an eine schöne Tauchsaison 2010 am Brechtsee verabschieden wir diesen und freuen uns auf den Tag, an dem er wieder seine Pforten öffnet und zum Tauchen einlädt.