29. Januar 2012
Heute trafen wir uns zu einen gemütlichen Tauchgang am Baggersee “Alter Allmend” in Büchenau bei Bruchsal. Der Einstieg befindet sich am Westufer in der Mitte des Sees. Um nicht allzuweit laufen zu müssen, parkten wir im nahegelegenen Wohngebiet.
Der See ist nicht allzu groß, gegen Norden wird er tendenziell flacher, im Süden wird ab und an noch gebaggert. Unsere Route führte uns vom Einstieg in die Mitte des Sees und dann nach Norden, um später wieder am Ufer zurück zu tauchen.
Trotz der geringen Größe ist der See nicht wesentlich weniger tief, als sein Nachbarsee in Untergrombach. Wir erreichten eine Tiefe von 21m. Der Grund besteht ab 10m und tiefer nur aus hellem Sand, einige Hügel und Erhebungen machen die natürliche Navigation unter Wasser jedoch schwierig. Zu sehen gab es außer einem recht großen Schwarm kleiner Rotaugen leider nichts. Ab 20m Tiefe wurde die Sicht wegen Rotalgen schlagartig schlechter, ansonsten betrug sie etwa 3-4m. Der Bewuchs in Ufernähe gleicht dem anderer Seen und freut sich wohl schon wieder auf wärmere Tage. Im Sommer sollen sich dort prächtige Karpfen bewundern lassen.
Nach einer Stunde verließen wir etwas durchgefroren das Wasser. Der eisige Wind machte das Umziehen am Auto nicht wirklich angenehm. Trotzdem war es schön, wieder mal einen für mich neuen See betaucht zu haben. Im Sommer wird mich der See bestimmt nochmal sehen, auch wenn er für wöchentliche Tauchgänge nicht genug hergibt.
25. Januar 2012
Gestern hatten wir uns zu einem ausgedehnten Tauchtag am Matschelsee Nahe Lahr verabredet. Da es von uns aus ein paar Minuten Autofahrt sind, ging es schon früh um 8 Uhr los und Dank eines Staus auf der A5 waren wir erst kurz nach 10 Uhr am See. Geparkt haben wir südöstlich des Sees auf einer kleinen Wiese (die leider sehr nass und schlammig war). Nach einem kurzen Check der Gegebenheiten wurden die Stages ans Wasser gebracht und die Ausrüstung montiert. Schon jetzt war klar, dass wir für diesen Tag wohl die einzigen Taucher am See sind. Außer ein paar Spaziergängern haben wir auch niemanden gesehen.
Der See, in dem früher Kiesel abgebaut wurde, verläuft von allen Seiten wie ein Trichter bis in eine Tiefe von über 50m. Der tiefste Punkt liegt ziemlich genau in der Mitte des Sees. Gespannt waren wir aber, ob wir es dort überhaupt hin schaffen. Wie schnell der See abfällt und wie weit uns die Nullzeit trägt, war nämlich nicht klar.

Wie gesagt führte uns der erste Tauchgang Richtung Seemitte. Der Grund fällt wie vermutet recht schnell ab. Interessant war jedoch, dass wir bis 25m Tiefe eigentlich keine Lampen gebraucht hätten. Es kam noch genügend Sonnenlicht bis dorthin durch. Weiter unten war es hingegen schwarz. Am Sandgrund fanden wir immer wieder rosa Süßwasserschwämme, welche wir von unseren Seen nicht kannten. Ab 42m ändert sich der Grund. Der Sand macht den immer größer werdenen Kiesel-Formationen Platz und so sind noch die Furchen des Ausbaggerns zu erkennen. Da uns die Nullzeit aber längst verlassen hat und die Tiefenmesser gerade so 50m anzeigen, entschließen wir uns zur Umkehr bzw. zum Aufstieg. Durch die “Kiesel-Canyons” hindurch machten wir uns auf den Weg zum Licht, während unsere Tauchcomputer immer weiter die Dekozeit nach oben korrigieren. Nachdem wir die 20m Marke erreicht haben, zeigen diese eine Dekopflicht von über einer halben Stunde. Diese Zeit verbrachten wir auf dem gemütlichen Rückweg am Ufer entlang. Langweilig war es dabei eigentlich nicht, da immer wieder kleinere Baumstämme bzw. alte Büsche zu sehen waren. Letztlich kamen wir noch an einem großen Hecht vorbei. Nach 80min verließen wir wieder das Wasser und genossen die Oberflächenpause mit heißem Tee und etwas zum Essen.
Nachdem die Ausrüstung umgebaut und neue Flaschen montiert waren, machten wir uns an den zweiten Tauchgang. Dieser führte uns am Südufer entlang, wo wir bei maximal 36m Tiefe über die Halde tauchten. Auch dort sind sehr schöne Kieselberge und Abrisskanten zu sehen. Leider war die Sicht etwas milchig und nicht ganz so gut wie am Mittag. Nach 25min entschieden wir uns zur Umkehr. Zum Einen wurde es langsam recht frisch und zum Anderen hatten unsere Tauchcomputer den ersten Tauchgang noch nicht vergessen und belohnten uns dafür mit weiteren 30min Deko. Auch diese verbrachten wir gemütlich auf dem Rückweg zum Ausstieg. Am Südufer ist der See wesentlich stärker bewachsen, zu sehen gab es aber nichts. Und wieder stiegen wir nach fast 80min aus dem Wasser.
Wieder wärmten wir uns mit Tee auf, während die Ausrüstung abgebaut und verstaut wurde. Etwas müde aber froh, einen schönen und erfolgreichen Tag verbracht zu haben, machten wir uns an die Heimfahrt.
Letztendlich steht fest, dass uns der See nicht zum letzten Mal gesehen hat. Die Tatsache, dass der tiefste Punkt jedoch recht weit in der Seemitte liegt und man bereits vor dessen Erreichung die Nullzeit überschritten hat, sollte Anregung geben über die Gaswahl nachzudenken. Ein 21/35er mit entsprechendem Dekogas ist sicherlich angebracht. Dann könnte man auch etwas länger die schönen Abrisskanten bewundern.
9. Januar 2012
Ich möchte mich hiermit bei allen Tauchpartnern, -freunden und Lesern des Blogs für das vergangene Jahr bedanken. So hatte ich einige richtig schöne Tauchgänge mit richtig netten Menschen, neue Bekanntschaften kamen hinzu und der erste kleine Schritt ins technische Tauchen ist auch gemacht. Die Anzahl der Tauchgänge konnte ich in 2011 im Vergleich zu 2010 zwar nicht erhöhen (im Gegenteil), aber dafür empfand ich die Vergangenen als wesentlich schöner, nicht nur weil bei vielen Tauchgängen eine klare Kommunikation und Aufgabenverteilung herrschte, sondern weil sich man im Team auf den Anderen verlassen kann.
Das Jahr 2012 hat nun bereits begonnen und ich konnte am Wochenende auch meine “Tauchsaison” wieder eröffnen. Die ersten beiden Tauchgänge fanden im St. Leoner See statt. Dieser bietet momentan selbst am Grund und in den Löchern Sichtweiten von 5m, was für den See eher ungewöhnlich ist. Die kleine Abrisskante im See ist klar zu erkennen.
Im kommenden Jahr steht besonders der Abschluss des TDI Kurses und das Verfeinern der notwendigen Skills auf der Agenda. Dabei gehe ich jedoch nicht davon aus, dass ich die Anzahl der Tauchgänge im Jahr wieder in die Höhe schrauben kann. Ein anderes Projekt steht 2012 im Vordergrund
Dafür werde ich es bestimmt wieder an den Bodensee und vielleicht auch an den Starnberger See schaffen und davon berichten.
Euch allen ein erfolgreiches Jahr 2012!
8. Mai 2011
Wie bereits in meinem letzten Artikel erwähnt, hat der Marxweiher bei Altrip aktuell recht gute Sichtweiten zu verzeichnen. Diese Tatsache nahmen wir uns zum Anlass, ihn nochmals zu betauchen und buchten uns für Samstag Mittag ein.
Geplant war ein Tauchgang an den “Shark-Point”, bei dem Heike führte und diesen auch zielstrebig erreichte. Nach etwa einer dreivie
rtel Stunde setzten wir ihre “Buddine” wieder am Ausstieg ab (sie hatte einen Nassanzug) und machten zu dritt weiter. Klar war, dass wir das erst kürzlich entdeckte Loch wieder finden wollten. Wir begaben uns also auf den geschätzten Kompasskurs, wobei Thomas dieses Mal führte. Es ging über kleine Hügel und Täler, an vielen Baumstämmen vorbei und plötzlich standen wir vor einem Loch. Schnell war klar, dass es sich nicht um jenes von letzten Mittwoch handelte. Es war viel größer und auch tiefer. Wir ließen uns langsam hinab und endeten bei guten 21m Tiefe. Der Grund war mit leichtem Sediment bedeckt so dass auch nur ein Flossenschlag uns in tiefste Nacht gebracht hätte, aber auch so war es dort unten etwas dämmrig. Thomas machte noch zwei Bilder, bevor wir den Aufstieg begannen und uns dann gemütlich auf den Heimweg machten.
Nach insgesamt über 90min erreichten wir den Ausstieg und begannen mit dem Aufstiegs-Stop-Prozedere. Nach dem Verräumen der Ausrüstung kehrten wir noch in der nahe gelegenen Strandbar “Oase” am Campingplatz ein.
Der Marxweiher ist normalerweise nur tagsüber zu betauchen. Allerdings bietet der LVST etwa vier mal im Jahr das Nachttauchen im Marxweiher an. Thomas hatte uns beide einen Platz um 22 Uhr besorgt, weshalb wir uns abends wieder am See trafen. Noch vor der einsetzenden Dunkelheit bauten wir die Ausrüstung zusammen und warteten ab. Wir tauchten wie mittags zum “Shark-Point”, wo wir die vielen Baumstämme und Wurzeln bestaunten. Bei Nacht sehen diese irgendwie mysteriöser aus und man ist von jedem Stück Holz fasziniert, das in den Lampenschein kommt. Ein paar Aale und kleine Barsche gab es auch zu sehen. Letztendlich kamen wir am Nordufer raus und wurden wieder einmal durch die schlechte Sicht an den Ausstieg geleitet.
Die letzten drei Tauchgänge haben mein Bild vom Marxweiher komplett geändert. Man kann in ihm eben doch mehr machen, als nur auf 6m “Fische gucken”. Ein toller See! Mein Dank geht an Heike und Thomas für die Bilder und die schönen Tauchgänge. Ich hoffe, dass noch viele von dieser Sorte folgen werden.
5. Mai 2011
Nachdem der Marxweiher bei Altrip schon seit Mitte April geöffnet ist, war es Zeit ihn mal wieder zu betauchen. Aus diesem Grund traf ich mich gestern mit Thomas am See. Geplant war, dass Thomas eine mir fremde Gegend des Sees zeigt.
Überraschenderweise hat der See momentan recht wenig Wasser und die Sicht liegt in allen Tiefen bei bis zu 6m. Nach den mittlerweile üblichen Checks mit “Anatmen” der Regler und dem Bubble-Check auf 4m ging es auf den zuvor besprochenen Kompasskurs.

Irgendwann erreichten wir den “Shark-Point” – eine Anhöhe, auf der eine kleiner Gedenkstein eines lokalen Tauchvereins steht. Von dort aus erkundeten wir die Umgebung und prüften unseren Trimm in dem wir uns gegenseitig fotografierten.

Später kamen wir sogar überraschend an eine Abrisskante. Dass es überhaupt eine im See gibt, war mir neu. Da die Sicht immer noch gut war, ließen wir uns an der Wand hinter fallen. Letztendlich landeten wir in einer tiefen Mulde bei ca. 19m Tiefe! Wir waren beide sehr überrascht und freuten uns, auch mal diese Seite des Sees kennenlernen zu dürfen.

Aus dem Loch aufgestiegen glichen wir unsere Luftreserven ab und machten uns auf den Rückweg zum Ausstieg, den wir ziemlich gut trafen. Die aufgewühlten Sedimente anderer Taucher und die somit schlagartig schlecht werdende Sicht halfen uns dabei.

Ich versuchte noch, den Hebesack zu schießen, konnte diesen aber leider nicht aus dem Storagepack ziehen, da sich irgendwie die Bebänderung verwickelt hatte – egal. Nach guten 90 Minuten beendeten wir einen sehr schönen und entspannenden Tauchgang, wofür ich Thomas danke.