14. November 2011
Am vergangenen Mittwoch ist nach unserem Nachttauchgang leider meine Halsmanschette gerissen.
Anzeichen für Ermüdungserscheinungen gab es im Vorfeld keine, so dass ich keine Ersatzmanschette auf Lager hatte.
Am Donnerstag habe ich mich dann telefonisch mit Tauchsportservice Probst aus Stühlingen in Verbindung gesetzt. Bernhard macht den Vertrieb für gummifabrikken.dk. Dort habe ich mir die “Heavy duty” Variante bestellt, die bereits am Freitag geliefert wurde. Super Service und noch bessere Preise! Gezahlt wird bequem per Rechnung/Banküberweisung. Da meine letzte Bestellung bei Gummifabrikken schon eine Weile her ist, war ich auf die Qualität der Manschette gespannt, aber hier ist überhaupt nichts dran auszusetzen.
Nachdem die Manschette schon in den ersten Minuten des “Probetragens” erste Würgemale am Hals zeigte und mein Kopf einem roten Ballon gleichte, habe ich bereits im Vorfeld einen Ring abgeschnitten. Jetzt sitzt sie zwar immer noch recht stramm, aber ich will erst die nächsten Testtauchgänge abwarten, bevor ich sie weiter kürze.
Am Sonntag habe ich mich dann dem Corpus Delicti gewidmet. Nachdem die alte Manschette und Klebereste mit Fön und Pinzette entfernt waren, wurde die neue eingeklebt. Hierbei habe ich mich im Großen und Ganzen an meine alte Anleitung gehalten. Wichtig ist beim Aufbau, den Trocki und die zu klebende Manschette gut gegen Verrutschen zu sichern. Hierfür bediente ich mich immer einer passenden Tupper-Schüssel und diversen Bleistücken. Nachdem die Manschette richtig angepasst ist, wird sie nochmals mit einem Gummiband um die Schüssel gesichert.
Die Klebeflächen habe ich angeraut und mit Aceton von möglichem Fett befreit, bevor der Kleber in zwei Lagen mit entsprechenden Ablüftungspausen aufgetragen wurde. Sobald die Manschette den Anzug berührt, gibt es kein Zurück mehr, da der Kontaktkleber sofort seine Wirkung zeigt. Wichtig ist beim Andrücken, dass ein möglichst großer Druck aufgebaut wird. Ich bediene mich hierzu immer einem abgeschrägten Tapetenroller aus dem Baumarkt.
Nachdem das Ganze großzügig 24h trocknen durfte, habe ich heute den Übergang Manschette-Anzug mit Aquashure überdeckt, so dass potenzielle kleine Klebelöcher nochmals abgedeckt werden.
Fertig!
Am Mittwoch geht es zum ersten Testtauchgang und dann werde ich sehen, wie erfolgreich die Aktion wirklich war.
4. August 2011
Nach über 3 Jahren und fast 300 Stunden Tauchzeit zeigt mein Suunto Vyper nur noch drei von vier Energiebalken an – Zeit also, die Batterie zu wechseln. Der Computer zählt zum Glück zu denen, die einen selbstständigen Batteriewechsel erlauben und dafür nicht zum Fachhändler eingeschickt werden müssen.
Der Handel bietet spezielle Batteriekits an. Diese sind teils für 7€ (Batterie und neuer Dichtungsring) und teilweise auch für 15€ (dann mit neuem Haltering und -Plättchen) zu haben. Da mein Dichtungsring aber noch in Ordnung scheint, wechsle ich nur die Batterie. Diese Standardbatterie (Typ CR2450, LiMn, 3V) bekommt man in jeden Elektrogeschäft und sogar teilweise am Kiosk um die Ecke.
Der Wechsel gestaltet sich recht trivial. Mit einem kleinen Schraubenzieher oder einer Aale kann der Haltering einfach mit dem Uhrzeiger aufgedreht werden. Der darunter liegende, transparente Deckel lässt sich dann heraus heben und die Batterie kommt zum Vorschein. Nach Entfernen des kleinen Haltebügels kann die Batterie ausgetauscht werden. Beim Zusammenbau ist darauf zu achten, dass sich keine Unreinheiten, wie Staubfussel o.ä. verfangen und somit das Gehäuse undicht wird. Sollte dies doch geschehen und der Tauchcomputer geflutet werden, ist dies nicht weiter tragisch. Das Batteriefach ist wasserdicht vom restlichen Computer und Display getrennt, so dass im Falle des Falles nur die Batterie erneuert werden muss. Der Dichtungsring sollte jedoch bei dieser Gelegenheit genau überprüft und ggf. mit Silikongel eingefettet werden.
Das Logbuch des Computers bleibt beim Batteriewechsel übrigens erhalten. Eine Videoanleitung zum Tausch findet sich auch auf YouTube.
2. August 2011
Im vorangegangen Artikel “MIFLEX-Schläuche” ging es um die Vor- und Nachteile dieses Schlauchtyps. Wie ebenfalls erwähnt, hatte ich mich nach dem Artikel dafür entschieden, meinen Longhose zu tauschen und zukünftig einen Standardschlauch zu verwenden. Heute möchte ich über meine Erfahrungen mit diesem berichten.
Schon beim Berühren wird deutlich, dass die Standardschläuche nicht so flexibel sind. Nach einigen Überlegungen habe ich mich dazu entschieden, die werksseitige Krümmung (so wie der Schlauch fällt) auszunutzen und sowohl Schlauch als auch 2. Stufe entsprechend montiert. So liegt der Longhose sauber direkt am Körper ohne in sich verdreht zu sein oder Schlaufen zu werfen.
Die Montage am Rückengerät unterscheidet sich nicht von der des Miflex-Schlauches. Der Unterschied wird jedoch beim Anrödeln und dem “Verstauen” um den Hals deutlich. Während die Miflex-Variante immer wieder verrutscht (wegen der glatten Oberfläche), bleibt der Standardschlauch dort liegen, wo er abgelegt wurde. Ein Einklippen des Reglers in den rechten D-Ring ist eigentlich nicht notwendig. Auch während dem Tauchgang muss der Schlauch nicht nachgezogen werden (was ich beim Miflex-Schlauch des öfteren machen musste, bevor er mir den Regler aus dem Mund zog). Der Schlauch liegt einfach da, wo er hin muss! Bei einer OOG-Situation ließ sich der Regler einfach abgeben, ohne sich selbst zu verdrehen oder – wie schon beschrieben – sich mit dem Mundstück des Backup-Reglers zu verhaken.
Letztendlich bin ich froh, dass ich den Umstieg vollzogen habe. Der Standard-Schlauch liegt mir offensichtlich besser. Es mag sein, dass andere Taucher genau gegenteilige Erfahrungen sammeln. Aber ich sagte ja bereits im ersten Artikel, dass über dieses Thema viel geredet wird.
Nach einem Hinweis von Michael (vielen Dank dafür!) überlege ich nun, auch meinen Hochdruckschlauch zu ersetzen…
21. Juli 2011
Standardschlauch oder MIFLEX? Das ist die Frage, die sich Taucher beim Erwerb eines neuen Schlauches beantworten müssen. Die seit ein paar Jahren erhältlichen, mit einem äußeren geflochtenen Gewebeband erhältlichen MIFLEX Schläuche zeichnen sich durch ihre extrem gute Biegsamkeit und kleine Radien aus. Ein Knickschutz ist nicht notwendig. Es gibt sie sowohl als Inflator, als auch als Hoch- und Mitteldruckversion.
Alternativ verrichten die Standardschläuche aus Gummi gute Dienste. Diese sind jedoch nicht so biegsam, so dass gerade beim Hochdruck auf die Schlauchführung geachtet werden sollte.
Ich selbst habe beide Varianten verbaut. Mitteldruck-, Fini- und Trocki-Inflatorschlauch sind aus MIFLEX, während am Backup-Regler und Inflator Standardschläuche verbaut sind. Leider ist sich die Fachwelt nicht ganz einig, welcher Typ der bessere ist. Während der erste Tauchshop für Typ A plädiert, rät der zweite Shop zu Typ B. Somit muss jeder Taucher seine eigenen Schlüsse ziehen oder eben testen.
Leider lese ich in letzter Zeit immer wieder von geplatzten MIFLEX-Schläuchen (hier). Während die Hochdruckschläuche wohl keine Probleme machen, gibt es gerade bei den Mitteldruckschläuchen Probleme. Das Gewebeband scheint mit der Zeit in einzelnen Fäden zu reißen. Ebenso kann die raue Oberfläche der Schläuche dem Trockentauchanzug und ganz besonders der Halsmanschette (Longhose um den Hals) zusetzen. Doch auch die Elastizität und Biegsamkeit bringen Nachteile mit sich, so dass der lange Schlauch nicht immer gut um den Hals liegt oder bei Abgeben an den Partner ungewünschte Windungen macht und sich zumindest bei mir mehr als einmal mit dem Mundstück des Backupreglers verhakt hat.
Ich bin zu dem Entschluss gekommen, zumindest meinen langen Schlauch durch einen herkömmlichen zu ersetzen und dann wieder zu berichten. Ob ich damit glücklicher werde, weiß ich zwar noch nicht aber auf dieses Spiel lasse ich mich ein. Letztendlich muss aber jeder seine richtige Schlauchvariante finden, so dass in dieser Sache wohl noch viel diskutiert werden kann.
18. Juni 2011
Nach langem “Hin und Her” habe ich mich in den letzten Wochen dazu entschieden, meine Flaschensammlung zu erweitern und mir eine Stage anzuschaffen. Nach einer kurzen Sichtung der Marktpreise war klar, dass ich mal wieder bei Eric bestelle. Dieser meldete sich ein paar Tage später – ich konnte mein neues Baby abholen.

Letztendlich habe ich mich für eine 80cuft Alu Stage von Luxfer in silber mit Dirzone Riggingkit entschieden, welcher problemlos montiert wurde. Wie auf den Bildern zu sehen, wurde die Flasche auch gleich mit meinen Initialen versehen.
Langfristig soll soll die Flasche als Deko-Stage bis zu einer MOD von 21m zum Einsatz kommen, die Markierungen auf der Flasche folgen.
Den passenden Atemregler konnte ich von einem Bekannten erwerben, der gerade von Apeks auf Scubapro wechselt. Nochmals Danke dafür!
Heute geht es damit zum ersten Mal ins Wasser – wir haben uns zum Üben im Marxweiher verabredet. Da ich schon des öfteren eine dritte Flasche an den D-Ringen hängen hatte, ist mir der prinzipielle Umgang bestens bekannt. Die einzelnen Skills müssen aber noch vertieft werden…