24. Juni 2012

TDI Advanced Nitrox & Deco Procedures (2/2)

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Nachdem bereits im Oktober das erste Kurswochenende zu meinem Advanced Nitrox&DecoPro-Kurs statt fand, war es am vergangenen Wochenende soweit: Die Experience-Dives standen auf dem Programm. Leider hatten wir im Team keinen früheren Zeitpunkt gefunden, was im Nachhinein eigentlich nicht schlecht war und uns Probanden genug Zeit zum Üben der Skills gab.

Das Wochenende wollten wir eigentlich am Bodensee verbringen, was kurzfristig ins Wasser fallen musste.
Den Freitag verbrachten wir somit am lokalen See, wo wir nochmals die „critical skills“ durch gingen und das Team formten. Anders als am ersten Wochenende, waren es nämlich vier Probanden und diese Änderung bringt auch so manche Änderung im Team mit sich. Morgens wurde noch die Theorieprüfung geschrieben und abends ging es wieder einmal zu Mike und Daniel zum Füllen. Rückengas und Bottomstage wurden mit EAN24, die Dekostage mit EAN50 befüllt. So gewappnet konnte es am Samstag und Sonntag an den Matschelsee bei Lahr gehen. Der See qualifiziert sich durch seine passende Tiefe und die kurzen Wege zwischen Auto und Wasser. Leider hat der See keine Steilwand wie der Bodensee (was eigentlich der Favorit war). Dies hat natürlich Auswirkungen auf die Abstiegsgeschwindigkeit und die entsprechende Aufsättigung.
Nachdem nun die Gase analysiert und die Tauchgangsplanung besprochen war, ging es ans Aufrödeln. Der Tauchgang begann wie immer mit den verschiedenen Checks und der Durchsprache wichtiger Details. Letztendlich fanden wir uns alle auf der geplanten Tiefe von 40m wieder. Dort zückte Frank seine Wetnotes und einen kleinen Tampen. Jeder von uns musste zwei verschiedene Knoten und eine kleine Rechenaufgabe erfüllen, bevor unsere geplante Grundzeit endete und somit die Runtime davon läuft.
Der Aufstieg an der Halde kostete uns jedoch etwas Zeit. Nachdem alle bei 21m auf ihr Dekogas wechselten, konnte es weiter gehen. Die einzelnen Dekostopps wurden halbwegs gut gehalten, so dass wir alle sauber aus dem Wasser kamen.
Nach dem Debriefing machten wir uns auf zur Tauchtechnik Karlsruhe in Ettlingen. Daniel füllte gerne unsere Flaschen für den nächsten Tag und organisierte noch schnelle Abhilfe für Fabians gerissene Halsmanschette.
Abends ging ich mit meinen beiden Lieblingsbuddys lecker Essen und so ließen wir den Tag gemütlich ausklingen. Zuhause angekommen wurden noch schnell die Sachen zum Trocknen aufgehängt, die Lampe ans Ladekabel gesteckt und ich machte mich ans Flicken meiner sich lösenden Armmanschette.

Am frühen Sonntag Morgen ging es dann wieder in Richtung Süden. Bei Daniel wurden noch die vollen Flaschen verladen, bevor wir uns alle wieder am Matschelsee trafen. Dieses Mal stand der Abschlusstauchgang mit leicht erhöhter Tiefe auf dem Programm. Nach dem Abstieg und dem Erreichen der Zieltiefe zog Frank wieder den Tampen und die Wetnotes heraus – wieder Übungen! Nacheinander durften wir wieder die Aufgaben lösen, während die Anderen zuschauten oder den Gaswechsel auf das Rückengerät praktizierten. Vom Samstagstauchgang war uns noch bewusst, dass der Aufstieg an der Halde und den geforderten 10m/min. Aufstiegsgeschwindigkeit nicht machbar ist. Wir entschlossen uns also für den anstrengenden Teil – den Freiwasseraufstieg ohne Referenz.
Die Aufstiegsgeschwindigkeit konnten wir alle recht gut halten und nach zwei kurzen Tiefenstopps fanden wir uns alle bei 21m zum Wechsel auf das Dekogas wieder. Obwohl wir uns hier etwas schwer taten, konnte jeder ohne allzu große Tiefendifferenzen das Gas wechseln. Wesentlich langsamer ging es nun weiter nach oben. Bei 9m setzte Fabian einen Surfacemarker und sichtlich kam mehr Ruhe ins Team. Letztlich beendeten wir den Tauchgang mitten im See.
Am Ufer angekommen, zückte Frank unerwartet vier kleine Sektdosen aus seinen Beintaschen und beglückwünschte und zum bestandenen Kurs. Was lange währt, wird endlich gut! Schnell waren die Sachen am Auto verstaut und wir alle zurück auf der Autobahn…
Wieder einmal hat sich gezeigt, dass ich mit der Wahl, bei Frank Olbert den Kurs zu machen, richtig lag. Ob in der Theorie oder in der Praxis, Frank hatte für alle Fragen eine Antwort und konnte uns so ein Maximum an Informationen vermitteln. Auch bei Briefing und Debriefing achtete er auf noch so kleine Details und forderte uns immer wieder heraus. Sicherlich liegen seine Erwartungen an die Probanden über den offiziellen TDI-Standards, aber wie war der Spruch: „Mach‘ es richig, oder lass‘ es ganz bleiben“ – DIR eben! Mindestens genauso wichtig im Kurs war das Thema „Team und Kommunikation“, worauf Frank besonderen Wert legt. Jetzt, wo ich weiss was alles damit gemeint ist, kann ich mir „anspruchsvolle“ Tauchgänge nicht anders vorstellen.

Ich danke mal wieder den beiden Füllmeistern Daniel Merkelbach von Tauchtechnik Karlsruhe und Mike Fisch für die vollen und präzise gefüllten Flaschen. Ebenso möchte ich natürlich Frank für seine Geduld und Anstengungen mit uns Danke sagen. Mein Dank geht natürlich auch an meine drei Buddy’s, ohne die das Wochenende vielleicht nicht so erfolgreich verlaufen wäre. Besonders die vielen langen Übungstauchgänge im See haben uns alle weiter gebracht und zu einem Team geformt, das ich nicht mehr missen möchte.

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  1. TDI Advanced Nitrox & Deco Procedures (1/2)
  2. TDI Advanced Nitrox & Deco Procedures (2/2)

3 Kommentare zu “TDI Advanced Nitrox & Deco Procedures (2/2)”

  • Stefan sagt:

    Hallo Thomas,

    sehr toller Bericht! Danke für’s Teilen 🙂

    Das klingt nach ein paar ziemlich anspruchsvollen Tauchgängen. Fabian hat auch schon ein bisschen was erzählt. Auf alle Fället aber mal Glückwunsch zum bestandenen Kurs!

    Vielleicht schaffen wir es demnächst ja mal wieder zusammen ins Wasser. Ich bin immer gespannt auf Kurs-Berichte!

    Grüße
    Stefan

    • Thomas sagt:

      Hallo Stefan,
      danke für die Blumen. Es freut mich, wenn dir mein Bericht gefällt. Das mit dem Tauchen müssen wir aber wirklich mal demnächst angehen. Nachdem Fabian noch nicht einmal den Block im Brechtsee kannte…. tse tse tse 🙂

      • Stefan sagt:

        Jaaa! Stimmt! Von dem Torfblock hat er mir heute auch erzählt! Den müssen wir unbedingt mal antauchen. Ich war erst gestern wieder im Brechtsee und hab mal wieder ein paar neue Dinge entdeckt. Aber der Block fehlt noch 🙂

        Da bin ich auf alle Fälle dabei!

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