31. Mai 2012

Tauchen in Nordhausen

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Das lange Wochenende um Christi Himmelfahrt verbrachte ich mit Freunden in Nordhausen zum Tauchen. Heike und Thomas trafen sich dort mit langjährigen Freuden und fragten mich im Vorfeld, ob ich denn mitkommen möchte. Diese Einladung ließ ich mir natürlich nicht entgehen. Geplant war die Anreise am frühen Donnerstag Morgen und eine Abreise am Sonntag Mittag. Es stand uns also genug Zeit zur Verfügung, die Seen in Nordhausen zu besichtigen.

Thomas kümmerte sich im Vorfeld um eine passende Übernachtungsmöglichkeit. Nach längerer Suche wurde er in Sondershausen (12km südlich) fündig. Die recht einfache und nicht mehr ganz junge Pension „Glückauf“ wurde zu unserem Zuhause. Dort wurden wir sehr freundlich aufgenommen. Die Zimmer und das Frühstück waren ok und das Preis-/Leistungsverhältnis stimmte. Sogar einen Kellerraum zum Trocknen der Ausrüstung wurde uns zur Verfügung gestellt.
Auf der Agenda standen vor Allem der Sundhäuser See und der Möwensee. Diese liegen sehr dicht beieinander, was logistisch von Vorteil war. Die Seen werden durch zwei Tauchbasen verwaltet, bei denen man sich Tageskarten kaufen kann und dann jeden Einstieg in den Seen nutzen darf – und davon gab es viele!
Nach einer ersten Sichtung der Gegebenheiten am Donnerstag Nachmittag entschieden wir uns, an der Tauchbasis „Oasis“ die Tageskarten zu buchen. Das „Tauchzentrum Nordhausen“ war an diesem Tag hoffnungslos überlaufen, was zu einem weiten Fußmarsch zwischen Auto und Wasser geführt hätte.
Zum Einstimmen ging es also in den Sundhäuser See. Der See ist durch seine Sichtweiten und das ein oder andere Wrack bekannt. Gleich beim Abtauchen fiel uns die Wasserfarbe aus. Diese war nämlich blau – ganz im Gegensatz zu unseren lokalen Seen. Die Sichtweiten betrugen an die 10m. Ab etwa 15m Tiefe wurden die Sichtweiten etwas eingetrübt, weil Milliarden und Abermilliarden kleiner Krebstiere im Wasser schwommen.
Schon der erste Tauchgang machte uns klar, dass es eine gute Entscheidung war, das Wochenende in Nordhausen zu verbringen, schließlich sucht man bei uns lange nach solch klarem Wasser, solchen leichten Einstiegen und guter Infrastruktur.
Da wir zeitlich schon etwas spät waren (Auf- und Abbau brauchen eben etwas Zeit!), entschlossen wir uns gleich Essen zu gehen und nicht erst dem Umweg über die heimische Dusche zu wählen. Im griechischen Restaurant in Sondershausen fanden wir noch einen Platz und ließen es uns schmecken.  Den Abend ließen wir in der Pension bei mitgebrachtem Bier und Junkfood ausklingen. Dabei zeigte Tobi seine gemachten Bilder.

Am Freitag stand der Möwensee auf dem Plan. Dieser hat eine Maximaltiefe von 45m und genau dieser Punkt war auch unser Ziel. Am Tauchplatz angekommen, ging es wieder ans Aufbauen. Vor allem Michi mit seiner Kamera und den beiden Blitzarmen und Tobi mit seinem PSCR brauchten etwas länger, was uns OC-Tauchern genug Zeit gab, den Dekoplan und die Runtime zu besprechen.
Letztendlich tauchten wir zum besagten Ziel ab. Mit zunehmender Tiefe verschlechterte sich die Sicht, was uns jedoch nicht am weitertauchen hinderte. Auf der Zieltiefe schauten wir uns etwas um, bevor es dann in östlicher Richtung zum „Krebsberg“ ging. Bei 20m Tiefe wechselten wir auf das Dekogas und fuhren mit unserer Route fort bis wir an besagter Anhöhe im See ankamen. Der Berg hat seinen Namen reglich verdient. So sind viele einzelne kleine Löcher und Mulden zu erkennen. Jede dieser wird von mind. einem Krebs bewohnt. Viele laufen auch auf dem Sandberg herum. So viele Krebse habe ich in unseren Seen noch nicht gesehen und auch noch nicht solch große Exemplare. Auch hier schauten wir uns gemütlich um, bevor es wieder ans Ufer zurück ging und wir zum Ausstieg tauchten. Hier war das Wasser wieder sehr klar und die Sicht betrug gute 10m.

Zurück an der Basis wurden die Flaschen gefüllt und Michi nahm seinen nagelneuen Campingkocher in Betrieb und servierte Suppe. Nachmittags entschieden wir uns nochmal für einen Tauchgang im Sundhäuser See. Dieses Mal kamen wir an verschiedenen „Attraktionen“ vorbei, die im flacheren Teil des Sees aufgestellt wurden. So kamen wir an einer Freiheitsstatus und einem Wrack vorbei. Tobi fühlte sich dort gleich heimisch und ließ es sich nicht nehmen, es von innen zu betauchen – der Rest natürlich auch nicht 🙂
Wir beendeten den Tauchgang mit einem weiteren Fotoshooting und dem gut gekühlten Dekobier an der Basis. Wieder war es aber zu spät, um noch vor dem Abendessen in der Pension vorbei zu fahren und so gingen wir wieder direkt zum Abendessen über. Dieses Mal verschlug es uns in die „Gaststätte Posthalterei“ in Sondershausen. Das Essen war lecker und so beschlossen wir, auch am Samstag dort essen zu gehen – zumal der Wirt extra für uns einen Fernseher für das Champions League Endspiel aufstellen wollte. Das nenne ich mal Kundenservice!

Am Samstag ging es wieder an den Möwensee, wo wir vom Südufer aus an die Insel mitten im See tauchen wollten. Gesagt, getan. Nachdem uns am Einstieg zwei große Barsche und ein schöner Hecht begrüßten, ging es auf Kompasskurs zur Insel. Hier begutachteten wir im Flachwasser wieder die zahlreich vorhandenen Krebse. Tobi und Michi widmeten sich wieder dem Fotoshooting und Heike, Thomas und ich dienten als Fotomodell. Hier nochmal ein recht herzliches Dank an euch beide für die schönen Bilder! Die Oberflächenpause genossen wir bei gutem Wetter und einer heißen Suppe aus dem Campingkocher. Der zweite Tauchgang verlief am Ufer entlang, wo wir uns kurz nach rechts und links umschauten.
An der Basis angekommen wurden schnell die Flaschen gefüllt und das obligatorische Dekobier eingenommen. Früher als an den vergangenen Tagen ging es dieses Mal zurück zur Pension wo bereits die Dusche auf uns wartete. Schließlich wollten wir dieses Mal halbwegs gepflegt das Abendessen und die Fußballübertragung genießen. Per Taxi ging es kurz nach 19 Uhr zur Gaststätte, wo sogar ein Beamer und eine Leinwand aufgebaut waren. Das Essen war wieder vorzüglich und so konnten wir den restlichen Abend genießen.

Sonntags teilten sich dann unsere Wege. Während Michi und Tobi sich noch ein ehemaliges Konzentrationslager anschauen wollten, stand für den Rest nochmal ein dekopflichtiger Tauchgang auf dem Programm. Es ging also wieder zum Möwensee.
Leider war die Sicht in der Tiefe dieses Mal wesentlich schlechter. Anscheinend hatten andere Taucher vor uns Probleme mit der Tarierung… Wir verkürzten also unsere geplante Grundzeit und machten uns wieder in Richtung Ausstieg auf. Am Ufer genossen wir noch etwas die gute Sicht und das klare blaue Wasser, bevor wir den Tauchgang beendeten und für die Heimfahrt zusammenpackten.

Ich danke euch allen für das schöne Wochenende. Heike&Thomas, vielen Dank für die Organisation. Tobi und Michi, schön euch kennengelernt zu haben und auch euch vielen Dank für die zahlreichen Bilder.

2 Kommentare zu “Tauchen in Nordhausen”

  • Marco sagt:

    Schöne Bilder habt ihr von euch gemacht, aber ich vermisse irgendwie etwas Abwechslung. Mich würden Bilder von den Fischen wie Hecht, Zander, Barsche,… oder Krebse, Pflanzen etc. interessieren. Sonst ist euer Blog sehr Informativ. Weiter so.

    • thomas sagt:

      Hallo Marco.
      Vielen Dank für deinen Kommentar. Natürlich hat der Fotograf auch Fische&Co. fotografiert. An diesem Wochenende ging es uns aber eher darum, mal schöne Bilder von uns im Wasser zu haben. 🙂

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