5. April 2012

Erster Tauchgang mit Runtime-Tabelle

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Am vergangenen Sonntag stand mein erster geplanter Tauchgang mit Runtime-Tabelle auf dem Programm. Wir hatten uns für den Matschelsee bei Lahr entschieden.

Bereits kurz vor 7 Uhr morgens traf Thomas bei mir ein. Nach dem Verstauen der Ausrüstung ging es dann auf die Autobahn in Richtung Süden. Die Fahrt nutzten wir zur Definition von Tauchplan inkl. Runtime und Deko. Dank V-Planner auf dem Smartphone kein Problem. Für die Gasberechnung kam RockBottom zum Einsatz.

Wir hatten uns dieses Mal über den Tauchclub Offenburg eine Zufahrtsgenehmigung besorgt und konnten den Schlüssel kurz nach 9 Uhr abholen. Nach einer kurzen Inspizierung der Gegebenheiten und des Taucheinstiegs machten wir uns an den Aufbau der Ausrüstung.

Geplant war ein Tauchgang auf 45m mit 30 Minuten Grundzeit. Hierfür hatten wir uns im Vorfeld zu einem EAN24 und EAN50 als Dekogas entschieden. Zusätzlich hatten wir noch eine 40cf Stage mit reinem Sauerstoff dabei.

Nach den üblichen Checks ging es der Halde entlang in die Tiefe. Ich übernahm die Tauchgangsführung mit dem Kompass, während Thomas primär auf die Runtime achtete. Der Weg führte uns direkt an den Fuß der Steilwand. Die einzelnen Abrisskanten und Kieselblöcke konnten wir ausgiebig begutachten. Leider war die Grundzeit aber viel zu schnell zu Ende. Ab Tauchgangsminute 30 leiteten wir den Aufstieg ein. Dieser führte uns Richtung Nord-Ost. Bei 36m Tiefe absolvierten wir einen kurzen Deepstop, um dann weiter an der Halde hinaufzusteigen. Bei 21m Tiefe angelangt überwachten wir gegenseitig den Gaswechsel und absolvierten den ersten Dekostopp. Danach ging es langsam in 3m-Schritten inkl. Stopps nach oben. An der Böschung ging es nun zum Ausstieg zurück. Nachdem wir beide noch ein paar Minuten aus der Sauerstoff-Stage atmeten, beendeten wir den Tauchgang mit einem breiten Grinsen über das Gesicht. Dort unten war es einfach nur schön, die Deko funktionierte gut und das Tauchen nach Runtime hatte auch funktioniert. Thomas hatte zwar seinen OSTC dabei, diesen aber kaum beachtet – wir wollten ja nach Tabelle tauchen!

Nach einer großzügigen Oberflächenpause entschieden wir uns nochmal für einen kürzeren, wesentlich flacheren Tauchgang am Südufer des Sees. Hier gibt es bereits in 20m Tiefe schöne Abrisskanten zu bewundern. Ansonsten war dieser Tauchgang eher unspektakulär. Thomas filmte noch meinen Trimm, bevor wir uns zur Umkehr entschieden und nach 1 Stunde wieder die Köpfe aus dem Wasser streckten.

Schnell war die Ausrüstung im Auto verstaut. Nachdem wir wieder den Schlüssel zurück brachten, ging es wieder auf die Autobahn nach Hause.

Letztendlich war es wieder einmal ein schöner Tag mit schönen Tauchgängen. Tauchgangsplan und Umsetzung passten zusammen. Tauchen nach Runtime erfordert zwar etwas Disziplin, ist aber machbar und vermittelt sogar ein beruhigendes Gefühl, schließlich war ja alles geplant.

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