9. März 2012

Bericht vom Tech Symposium

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Wie auch hier im Blog angekündigt, fand am 3. März das diesjährige Tech Symposium in Limburgerhof statt. Veranstalter war das Techdiving Network TDN unter Leitung von Frank Olbert.

Bereits um 8 Uhr trafen die ersten Teilnehmer im Bürgersaal ein, während die Aussteller noch ihre Stände aufbauten. Letztendlichwaren Atomic, FinnSub, Dive2gether, Wetnotes, Tauchtechnik-Karlsruhe und Bonex vertreten. So hatten die Teilnehmer in den Vortragspausen immer wieder Gelegenheit, sich über das ausgestellte Equipment zu informieren.

Pünktlich um 9 Uhr eröffnete Frank das Symposium, bedankte sich bei den über 100 Teilnehmern für’s Erscheinen und kündigte den ersten Vortragenden von MBT an, der mit seiner Vorstellung des Side Scan Sonars verschiedene Suchmethoden darlegte.

Im Anschluss folgte Pim van der Horst mit seinem Vortrag „How to dive eCCR DIR style“, wobei seine in Englisch gehaltenen Ausführungen von Reinhard Friedel übersetzt wurden. Pim zeigte, wie innerhalb eines Teams mit verschiedenen Rebreathern und RB-Typen getaucht werden kann, welche Verfahren in seinem Team erarbeitet wurden und wie der DIR Gedanke dazu passt. Ein kleines Video eines Trainingstauchgangs auf 85m rundete den gelungenen Vortrag ab.

Nach einer kurzen Pause wurde ein Interview-Video des TDN Exploration Teams gezeigt. Hier gingen Holger Amecke und Frank Olbert auf Fragen zur Wiesbaden-Expedition 2011 ein und erläuterten Planung, Ablauf und besonders Sicherheitsaspekte des Projektes.

Nun kam Horst Dederichs zu Wort und präsentierte den neuen SF2 eCCR Rebreather. Er verdeutlichte anschaulich Aufbau und Funktion und versicherte, dass die ausstehende CE-Lizens noch diesen Monat kommt. Das Interesse seitens der Teilnehmer war sehr groß, was man auch an der Anzahl von Wortmeldungen und Rückfragen merkte.

In der Mittagspause bestand wieder ausreichend Möglichkeiten, mit anderen ins Gespräch zu kommen oder etwas zum Essen zu organisieren. Seitens der Veranstalter war hier leider nichts organisiert, auch wenn sonst die Organisation des Tages gut war.

Nach der Pause überraschte Frank mit einem weiteren Programmpunkt, der nicht auf der Agenda stand. Nick Toussaint erzählte über den neuen Dekompressions-Rebreather von White Arrow. Toddy übersetzte und erweiterte Nick’s Ausführungen mit eigenen Erfahrungen.

Gegen 14.30 Uhr kam nun Thorsten „Toddy“ Wälde zu Wort. Er erzählte sehr emotional über seine eigene Sidemount-Konfiguration inkl. Aufbau und Schlauchführung. Dabei ging er auch auf die Unterschiede der Bebänderung zum normalen Tauchen in OpenWater ein. Man merkte Toddy richtig an, wie er von der SM-Konfiguration überzeugt ist. Auch das Publikum war sehr neugierig und löcherte ihn mit Fragen. Er rundete seinen Vortrag mit einem Video aus einer mexikanischen Höhle ab, in der Tier- und Menschenknochen gefunden wurden und die jetzt von Archäologen untersucht wird.

Mittlerweile hatten die Vorträge den zeitlichen Rahmen gesprengt und Frank musste leider abbrechen. Dafür kamen nun Oliver Ferner Pranter und Clemens Schützenhofer von DIR-Austria zu Wort. Sie erzählten mit viel Witz und Humor über ihre Leidenschaft – TEC Tauchen und Filmen. Dabei zeigten sie immer wieder mit kleinen Video-Szenen, was alles passieren muss, bis letztendlich ein fertiger Film entsteht. Das beginnt schon an Land mit Trockenübungen zum Ablauf und der Positionierung der Taucher für die Hintergrundbeleuchtung.

Nach einer weiteren Pause erzählte Derk Remmers ein paar Dinge über das Sauerstoff-Fenster und beglückte dabei das Auditorium mit vielen Formeln und medizinischen Zusammenhängen. Obwohl das Thema nicht gerade einfach zu greifen ist, konnte Derk es gut vermitteln. Mir hat der Beitrag von allen am besten gefallen.

Dr. Ortwim Kahn erläuterte anschließend Zusammenhänge bzw. Risiken des Herzkreislaufes und dem Tauchsport. Dabei durfte natürlich das Thema PFO (persistierendes Foramen ovale) nicht fehlen. Der Vortag war anschaulich mit animierten Darstellungen und Animationen z.B. des Herzens gespickt – sehr anschaulich.

Um 19 Uhr erzählte Frank Gottschlach über Unfallermittlungsarbeiten nach Tauchunfällen. Am Beispiel der beiden tödlichen Tauchunfälle im Starnberger See 2011 erläuterte er seine Vorgehensweise und welche Indizien zur Rekonstruktion des Unfalls und der Ursache beitrugen.

Kurz vor 20 Uhr begann dann Konrad Schwarz mit seinen Ideen zur Überprüfung von Sauerstoff-Sensoren, wie sie bei Kreislaufgeräten zum Einsatz kommen. Er erläuterte dabei sein Mess-Szenario und die Erkenntnisse die er mit seinen Messungen und eigens entwickelter Software erlangte. Auch wenn ich selbst OC tauche, war auch dieser Beitrag sehr kurzweilig und interessant.

Gegen 20.30 Uhr beendete Frank Olbert mit einem Dankeschön an die Redner und Teilnehmer die Veranstaltung und verwies auf das nächste Tech Symposium 2014, welches auch wieder in Limburgerhof statt finden soll.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Themen sehr interessant (wenn auch nicht alles neu) waren und die Organisation gelungen war. So bin ich recht froh, dabei gewesen zu sein und freue mich auf das nächste Symposium.

Frank, dir und dem ganzen Organisationsteam ein herzliches Dankeschön!

2 Kommentare zu “Bericht vom Tech Symposium”

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