25. Januar 2012

Ein Tag am Matschelsee

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Gestern hatten wir uns zu einem ausgedehnten Tauchtag am Matschelsee Nahe Lahr verabredet. Da es von uns aus ein paar Minuten Autofahrt sind, ging es schon früh um 8 Uhr los und Dank eines Staus auf der A5 waren wir erst kurz nach 10 Uhr am See. Geparkt haben wir südöstlich des Sees auf einer kleinen Wiese (die leider sehr nass und schlammig war). Nach einem kurzen Check der Gegebenheiten wurden die Stages ans Wasser gebracht und die Ausrüstung montiert. Schon jetzt war klar, dass wir für diesen Tag wohl die einzigen Taucher am See sind. Außer ein paar Spaziergängern haben wir auch niemanden gesehen.

Der See, in dem früher Kiesel abgebaut wurde, verläuft von allen Seiten wie ein Trichter bis in eine Tiefe von über 50m. Der tiefste Punkt liegt ziemlich genau in der Mitte des Sees. Gespannt waren wir aber, ob wir es dort überhaupt hin schaffen. Wie schnell der See abfällt und wie weit uns die Nullzeit trägt, war nämlich nicht klar.

Profil des ersten Tauchgangs

Wie gesagt führte uns der erste Tauchgang Richtung Seemitte. Der Grund fällt wie vermutet recht schnell ab. Interessant war jedoch, dass wir bis 25m Tiefe eigentlich keine Lampen gebraucht hätten. Es kam noch genügend Sonnenlicht bis dorthin durch. Weiter unten war es hingegen schwarz. Am Sandgrund fanden wir immer wieder rosa Süßwasserschwämme, welche wir von unseren Seen nicht kannten. Ab 42m ändert sich der Grund. Der Sand macht den immer größer werdenen Kiesel-Formationen Platz und so sind noch die Furchen des Ausbaggerns zu erkennen. Da uns die Nullzeit aber längst verlassen hat und die Tiefenmesser gerade so 50m anzeigen, entschließen wir uns zur Umkehr bzw. zum Aufstieg. Durch die „Kiesel-Canyons“ hindurch machten wir uns auf den Weg zum Licht, während unsere Tauchcomputer immer weiter die Dekozeit nach oben korrigieren. Nachdem wir die 20m Marke erreicht haben, zeigen diese eine Dekopflicht von über einer halben Stunde. Diese Zeit verbrachten wir auf dem gemütlichen Rückweg am Ufer entlang. Langweilig war es dabei eigentlich nicht, da immer wieder kleinere Baumstämme bzw. alte Büsche zu sehen waren. Letztlich kamen wir noch an einem großen Hecht vorbei. Nach 80min verließen wir wieder das Wasser und genossen die Oberflächenpause mit heißem Tee und etwas zum Essen.

Profil des zweiten TauchgangsNachdem die Ausrüstung umgebaut und neue Flaschen montiert waren, machten wir uns an den zweiten Tauchgang. Dieser führte uns am Südufer entlang, wo wir bei maximal 36m Tiefe über die Halde tauchten. Auch dort sind sehr schöne Kieselberge und Abrisskanten zu sehen. Leider war die Sicht etwas milchig und nicht ganz so gut wie am Mittag. Nach 25min entschieden wir uns zur Umkehr. Zum Einen wurde es langsam recht frisch und zum Anderen hatten unsere Tauchcomputer den ersten Tauchgang noch nicht vergessen und belohnten uns dafür mit weiteren 30min Deko. Auch diese verbrachten wir gemütlich auf dem Rückweg zum Ausstieg. Am Südufer ist der See wesentlich stärker bewachsen, zu sehen gab es aber nichts. Und wieder stiegen wir nach fast 80min aus dem Wasser.

Wieder wärmten wir uns mit Tee auf, während die Ausrüstung abgebaut und verstaut wurde. Etwas müde aber froh, einen schönen und erfolgreichen Tag verbracht zu haben, machten wir uns an die Heimfahrt.

Letztendlich steht fest, dass uns der See nicht zum letzten Mal gesehen hat. Die Tatsache, dass der tiefste Punkt jedoch recht weit in der Seemitte liegt und man bereits vor dessen Erreichung die Nullzeit überschritten hat, sollte Anregung geben über die Gaswahl nachzudenken. Ein 21/35er mit entsprechendem Dekogas ist sicherlich angebracht. Dann könnte man auch etwas länger die schönen Abrisskanten bewundern.

3 Kommentare zu “Ein Tag am Matschelsee”

  • Constantin sagt:

    Hi Thomas,

    klingt nach einem interessanten Tauchplatz. Mit einem 21/35 und Nx50 wäre die Deko allerdings auch bei 20min gewesen. Von daher eher eine Frage eines weiteren Dekogases. Wie auch immer, da sollten wir mal hin fahren 🙂

    VG
    Constantin

    • thomas sagt:

      Hallo Constantin,
      können wir gerne machen, wenn du mal wieder ein paar Tage „im Lande“ bist. Mit dem entsprechenden Tiefengas könnte man sich die Formationen dort unten etwas länger anschauen. Für eine Tauchgangswiederholung mit dem gleichen Profil wie beschrieben, reicht ein Dekogas auf jeden Fall aus.

      Viele Grüße
      Thomas

  • Peter sagt:

    Servus Thomas,

    wir waren nun am 18.2 dort bis auf 47m sicht von 6-8m Nullzeit hatte ich akribisch im Blick da ich keine Stage dabei hatte und der Buddy einen Rebbi mit einer 40stage für den Notfall.
    Der See hat uns auch nicht zum letzten mal gesehen, das nächste mal holen wir uns jedoch einen Schlüssel für die Schranken 😉 Wir sind vom Einstieg 3 richtung 180° getaucht als wir die Nullzeit erreichten 90° nach rechts um dann in einer Tiefe von 10-5m aus zu tauchen. Einstieg 3 ist nicht sehr Spektakulär erinnert vom Boden her an Nordhausen.

    Viele Grüße bis bald

    Peter

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