7. November 2010

Tauchen am Brecht – Übungen

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Nach dem Treffen mit Lars Christian haben wir uns für gestern am Brechtsee verabredet. Lars kam mit weiteren 3 Buddys an und allmählich füllte sich der Parkplatz mit bekannten Gesichtern. Auch Tim von cavebase.de und Frank waren anwesend. Geplant war ein einfacher Tauchgang mit ein paar Übungen, damit ich weiß, wo ich stehe und wo ich noch üben muss.

Letztendlich sind wir zu viert ins Wasser. Noch am Einstieg übernahm Lars das Wort und führte uns durch die Pre-Dive-Sequence, bei der wir nochmals die Ventile prüfen, den Longhose freilegen und die Automaten „anatmen“ durften.

Wir teilten die Gruppe in zwei Zweierteams auf und tauchten gemeinsam bis auf 5m ab, wo wir den Anzug richtig in Sitz brachten und den Bubble-Check durchführten. Dann ging es endlich los und wir stiegen bis etwa 20m Tiefe ab. Hier unten montierte Lars den HID-Brenner auf seine UW-Lampe – Video-Session war angesagt. Lars filmte uns alle nacheinander um so später den Trimm besser analysieren zu können. Nachdem wir an einem großen Baumstamm vorbei kamen, stiegen wir in flacheres Wasser auf. Dort stellten wir uns in einem Halbkreis um Lars auf. Übungen waren angesagt. „Oh ha“, dachte ich mir und mein Puls ging sogleich in die Höhe.

Lars demonstrierte uns den Helikopter-Turn und den Backkick, die wir alle nach der Reihe nachmachen mussten. Den Turn habe ich subjektiv noch ganz gut hin bekommen, dafür klappte der Backkick nicht. Aber an dem bin ich ja schon die ganze Zeit am üben.

Jetzt kam die Übung, vor der ich im Vorfeld am meisten „Schiss“ hatte: Der Valve-Drill. Lars zeigte in schon fast gewohnter Professionalität und ohne Trimm und Position zu ändern den Valve-Drill.

Jetzt war ich an der Reihe – mein erster Valve-Drill. Überraschenderweise kam ich dieses Mal an meine Ventile, was ich auf den erstmalig richtigen Sitz des Unterziehers (s.o.) schiebe. Natürlich sah der Drill bei mir nicht so aus. Durch die Aufregung, das schnelle Atmen und die fehlende Körperbeherrschung ging es immer 1-2m nach oben – gar nicht gut! 🙁 Trotzdem konnte ich den Valve-Drill komplett durchführen. Im Nachhinein weiß ich nicht, wieso ich vor dieser Übung so viel Respekt hatte. Im Grunde war dies total unbegründet.

Nachdem auch Steffen und Dimi den Valve-Drill (wesentlich routinierter als ich) durchführten, zeigte uns Lars die GUE Basic 5. Diese durften wir dann auch nach der Reihe durchführen und wieder hat sich gezeigt, dass ich noch etwas üben muss aber auch dass diese gar nicht so „schlimm“ sind wie gedacht.

Zum Abschluss übten wir noch eine OOG-Situation (out-of-gas), bevor es langsam zum Ausstieg ging. Hier schoss Lars die Boje und zeigte sehr anschaulich, wie schnell die Luft durch eine abblasende 2. Stufe entweicht. Im Notfall bleibt da nicht viel Zeit zum Handeln!

Der Tauchnachmittag war aus meiner Sicht ein voller Erfolg. Ich habe eine objektive Einschätzung meiner Tauchfertigkeiten und weiß somit, wo ich noch an mir arbeiten muss.

Ich danke allen Buddys und vor Allem Lars für den Tauchgang und den netten Kontakt. Jetzt heisst es: Üben, üben, üben…

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