Tauchen in Linkenheim
Schlagwörter:Karpfen, Linkenheim, Streitköpflesee
Dieses Wochenende machten wir uns mal wieder nach Linkenheim an den Streitköpflesee auf, da wir diesen See dieses Jahr noch nicht betaucht haben. Wie zu erwarten, war der Parkplatz mit vielen Tauchmobilen in den ersten zwei Reihen gut gefüllt. Eine Tauchbasis hatte sogar ihr Zelt aufgebaut und versorgte ihre Mitglieder mit Pressluftflaschen aus dem Anhänger.

Baggersee Linkenheim
Nach kurzem Check der Gegebenheiten wurde das Gerödel zusammengebaut. Ich hatte mich wieder für das Trockentauchen entschieden. Mit Kamera bewaffnet tauchten wir auf etwa 230° quer durch den See, um dann gemütlich am Ufer entlang um den See zu tauchen. Die Sicht in Mitten des Sees war recht trüb, erst am anderen Ufer ab ca. 6m Tiefe wurde sie schlagartig besser (richtig super war sie jedoch nicht!). Wie geplant ging es gemütlich um den See. Wir hatten dabei genügend Gelegenheiten, die schönen großen Karpfen zu fotografieren, welche sich unter den vielen großen Bäumen und Wurzeln versteckten und den Grund nach Fressbarem abgrasten. Irgendwie sind die Karpfen in Linkenheim nicht so scheu, wie in anderen Seen…
Nach fast 80min ging es aus dem Wasser. Bei einem heißen Kaffee und etwas Fachsimpelei verbrachten wir unsere Oberflächenpause auf dem Parkplatz, bevor wir uns für einen zweiten Tauchgang vorbereiteten.
Dieser verlief sehr ähnlich zum erstem – quer durch den See und gemütlich außen herum. Viel mehr kann man in “BaLi” wohl auch nicht machen. Die Sicht kam mir etwas trüber vor als mittags. Die vielen Karpfen bei dem überhängenden Baum haben wir leider auch nicht mehr gesehen. Schade. Am Nordost-Ufer waren dann noch ein paar zu begutachten. Auch ein kleiner Barsch-Schwarm zog vorbei.
Kurz nach 18 Uhr hatten wir unsere Ausrüstung wieder im Auto verladen und machten uns auf den Heimweg. Der Tag am See war schön, wenn auch die Sonne gefehlt hat. Der See wird uns aber trotzdem so schnell nicht wiedersehen. Dafür ist er zu öde, wenn auch die Wurzeln und Baumstämme interessante Formationen zeigen und bei schlechter Sicht sehr plötzlich vor einem auftauchen.
Hechte, Welse und Karpfen
Schlagwörter:Aale, Barsche, Hechte, Karpfen, St. Leoner See, Vogelstangsee, Welse
Freitag, 11.06.2010
Es wird mal wieder Zeit, von meinen Tauchgängen zu berichten. Am Freitag Abend traf sich ein Teil der Atlantis Divers zum Nachttauchen im Vogelstangsee. Bereits um 21 Uhr war Treffpunkt am Parkplatz. Da es aber nicht vor 22 Uhr dunkel wird, hatten wir genug Zeit, die Ausrüstung zusammen zu bauen. Jeder hatte zwei Tauchlampen und zusätzlich banden wir noch Knicklichter an die Flaschenhälse. Der Einstieg wurde später mit einem Blitzer markiert, so dass der Ausstieg problemlos gefunden werden konnte. Um 22.30 Uhr ging es endlich ins Wasser.
Die Sicht war leider nicht überragend und mit etwa 2m etwas unter unseren Erwartungen. Anscheinend hat der viele Regen in den letzten Tagen dem Wasser ordentlich zugesetzt. Auf ca. 5m Tiefe ging es gemütlich nach links zur Pumpstation. Auf dem Weg dorthin begegnete uns leider nur ein kleiner Wels im Freiwasser. Mehr war nicht zu sehen. Auch an der Pumpstation selbst war kein Leben auszumachen. Auffällig waren jedoch die großen frischen und grünen Äste, die wohl während dem Gewitter am Mittwoch ins Wasser fielen. Den Rückweg absolvierten wir wesentlich flacher. Und hier gab es auch endlich etwas zu sehen. Alle Fischarten waren hier vertreten. Fluß- und Sonnenbarsche, Rotaugen und Flusskrebse zeigten sich von ihrer besten Seite. Im Gebüsch oben stand ein größerer Wels und alle paar Meter lag ein Hecht auf dem Grund. Den Abschluss machte ein recht passabler Karpfen, der gemütlich durch die Pflanzen zog.
Es war für uns der erste Nachttauchgang in dieser Saison. Da das Tauchen nachts aber einen besonderen Reiz hat, wird es nicht der letzte gewesen sein.



Samstag 12.06.2010
Am Samstag war ich dann am St. Leoner See verabredet. Vom hinteren Einstieg machten Ursel und ich zwei gemütliche Tauchgänge. Der erste führte uns unterhalb der braunen Schicht auf ca. 14m quer durch den See. Irgendwann wurde Ursel kalt und wir verringerten die Tiefe bis wir letztendlich wieder auf 5m waren. Irgendwann drehten wir um und folgen den Unterwasserwellen zurück zum Ausstieg. Dabei zeigten sich zwei schöne Hechte, Karpfen und die vielen Barsche. Letztlich beendeten wir nach 70min. den Tauchgang am Ausstieg.
Nach einer Oberflächenpause von über einer Stunde und einem guten Schluck Kaffee ging es ein zweites Mal ins Nass. Dieses Mal führte uns Ursel in 5m Tiefe durch den See. Zu sehen gab es einige Karpfen, den einen sehr großen Hecht, einen Aal, der uns lange begleitete und viele Muscheln. Als wir den Weihnachtsbaum sahen war uns klar, dass wir kurz vor dem anderen Ausstieg sein mussten. Wir drehten langsam um und tauchten im 3m-Bereich zurück. Hier war es sehr warm (23°C), auch wenn ab und an ein recht kalter “Wasserschwall” entgegen kam. Diesen Tauchgang beendeten wir mit über 100 Minuten Tauchzeit.
Bei einem kurzen Dekobier bei der Minigolfanlage wurde noch Logbuch geschrieben und die fast 3 Stunden Tauchzeit revue passieren lassen. Ein schöner Tag!
Tauchen auf Teneriffa
Schlagwörter:Absolut Dive, Costa Adeje, Rochen, Schildkröte, Teneriffa
Während unserem diesjährigen Urlaub auf Teneriffa, hatte ich wieder die Gelegenheit, die Unterwasserwelt zu erkunden. Bereits im Vorfeld entschied ich mich für die Tauchbasis “Absolut Dive” in Costa Adeje. Der Kontakt mit Oli war freundlich und es schien alles zu passen. Die Tauchbasis befindet sich im Innenhof des Hotels “Isabel Family” und ist leider nicht einfach zu finden. Ein Schild am Hoteleingang sucht man vergebens, dies sei aber laut Oli in Arbeit.
Am Vorabend des eigentlichen Tauchtages meldete ich mich persönlich bei Oli und wir erledigten den notwendigen Schriftkram. Es stellte sich heraus, dass außer mir keine weiteren Kunden tauchen gehen.
Gegen 10 Uhr des Folgetages wurde ich mit meinem Tauchgepäck von Sigi vor dem Hotel abgeholt. Sigi arbeitet als Tauchlehrer und Freelancer. Es stellte sich heraus, dass eine andere befreundete Tauchbasis in Las Americas ebenfalls kaum Kundschaft hat. Wir wurden somit kurzfristig zusammen gelegt. Anfangs etwas überrascht, war dies im Nachhinein ok. Die Tauchplätze wären sowieso die gleichen gewesen und da wir trotz der Zusammenlegung nur 3 Taucher (Sigi + 2 Kunden) waren, konnte man die Tauchgänge als Privatvorstellung verbuchen.
Die Tauchgänge waren alle Landtauchgänge. Ein Boot wäre zu teuer und die meisten Tauchplätze können auch über Land angefahren werden. So auch der erste Tauchgang, der in einer kleinen Bucht nördlich meines Hotels startete. Auf einer kleinen Sandbank kam mir ein großer Stachelrochen entgegen, dem ich gerade noch mit gebührendem Respekt ausweichen konnte.
Der zweite Tauchgang stand unter dem Zeichen der Schildkröten, diese wollten sogar gestreichelt werden. Ansonsten gab es allerhand bunte Fische zwischen den Felsblöcken.
Nach einem Tag Tauchpause holte mich Sigi wieder wie gewohnt am Hotel ab. Wieder waren wir nur zu dritt. Dieses Mal ging es ein paar Kilometer Richtung in die Nähe von Las Galletas zum “Yellow Mountain”. Großfisch bzw. Schildkröten gab es dort nicht mehr zu sehen, dafür waren Felsformationen und andere Kleinigkeiten geboten. Den zweiten Tauchgang des Tages machten wir in Poris de Abona, wo es mit einer guten Portion Brandung über eine alte Kaimauer ins Wasser ging.
Wenn auch nicht mit Absolut Dive direkt getaucht wurde, so kann ich die Basis trotzdem seelenruhig weiter empfehlen. Oli und Ricca machen dort einen guten Job. Der Umgang war auch sehr freundlich. Flaschenfüllungen und Service passten auch – alles prima – 6 Flossen
Ein paar Bilder finden sich in der Galerie:


