21. November 2009

Tauchen im Bodensee

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Nach langer Planung war es am vergangenen Wochenende endlich soweit. Zusammen mit den Atlantis Divern verbachten wir das Wochenende am Bodensee! Hier ein kleiner Bericht.

Freitag, 13.11.2009

Wir machten uns bereits Nachmittags auf den Weg. Nachdem das Auto mit allen nötigen Tauchausrüstungen beladen war, ging es auf die Autobahn. Am Hotel „Zum Storchen“ in Uhldingen trafen wir noch vor der Abenddämmerung ein. Nach dem Checkin verschlug es uns noch an den See, um uns am Ufer entsprechend einzustimmen. Julia machte noch ein paar Bilder in der Dämmerung. Abends ging es dann zum Italiener um die Ecke, wo zu späterer Stunde auch Steffi und Kai eintrafen. Gegen 23 Uhr suchten wir unsere Zimmer auf, schließlich wollten wir für die kommenden Tauchgänge fit und ausgeschlafen sein.

Samstag, 14.11.2009

Nach einem ausgiebigen Frühstück mussten wir leider noch eine ganze Weile auf Achim warten, der dann doch absagte. Dank meiner im Vorfeld ausgedruckten Tauchplatzbeschreibungen und Kai’s Navi fanden wir die Tauchplätze aber auch so. Wir entschieden uns, zuerst den Tauchplatz „Tennisplatz“ in Überlingen anzusteuern.Parkplatz TennisplatzVorfreude

Dort angekommen trafen wir noch auf weitere Gleichgesinnte, wir präparierten unsere Ausrüstung und machten uns für den ersten Tauchgang im Bodensee klar. Der alten Sipanlage folgend tauchten wir in die Tiefe ab und drehen dann nach rechts dem Ufer folgend ab. Etwas unterhalb konnten wir den Beginn der Steilwand sehen. Wir entschlossen uns, noch ein paar Meter tiefer zu gehen und knapp unterhalb der Kante entlang zu tauchen. Das Gefühl an der Steilwand ist atemberaubend. Während sich der Schein der Tauchlampe nach unten gerichtet in den Tiefen des Bodensees verliert, hatten wir das erste Mal das richtige Gefühl zu schweben. Eine gute Tarierung ist hier natürlich Voraussetzung, sonst sackt man immer weiter ab. Nach 25min an der Steilwand tauchten wir gerade zum Ufer in flacherers Wasser auf und machten uns auf den Rückweg. Über der Halde gab es auch etwas Bewuchs zu sehen. Fische wie in den heimischen Seen waren jedoch außer ein paar Barschen und zwei Trüschen nicht dabei. Nach fast einer Stunde erreichten wir wieder den Ausstieg, wo unsere Frauen uns schon sehnsüchtig erwarteten.

Nachdem die Ausrüstung wieder im Auto verstaut war, suchten wir die nächst gelegene Füllstation auf und machten uns dann an den Tauchplatz „Post„. Nach einem kurzen Snack vom Bäcker wurde wieder die Ausrüstung angelegt und wir marschierten zum See, wo komfortabel eine Treppe den Einstieg markiert. Zusätzlich ist eine Taucherflagge am Wegesrand angebracht und ein Seezeichen weist uns darauf hin, dass nur nach links getaucht werden darf. Gesagt, getan – Kai und ich tauchten wieder senkrecht zum Ufer ab. Hier beginnt die Steilwand wesentlich früher als am Tennisplatz. Auf max. 28m Tiefe folgten wir wieder der Wand. Während am Tennisplatz ab und an ein kleines Pleateau unter uns zu sehen war, verläuft die Steilwand hier senkrecht bis in eine Tiefe von >40m nach unten – kein Boden in Sicht. Die Steilwand bietet dafür recht schöne Spalten und Risse. Die Sicht betrug wie am Morgen zwischen 5-10m. Nach guten 20min ging es wieder nach oben, wo wir uns wieder auf den Rückweg machten, den Sicherheitsstopp großzügig ausfallen liesen und bei beginnender Dämmerung aus dem Wasser stiegen.Am Tauchplatz Post

Abends testeten wir wieder ein Restaurant in der Nähe des Hotels. Sichtlich geschafft ging es diesmal etwas früher ins Bett. Die zwei Tauchgänge hinterliesen ihre Spuren und rissen uns in die Traumwelt.

Sonntag, 15.11.2009

Nach dem Frühstück wurden schnell die Zimmer geräumt und die Tauchsachen aus dem Trockenraum in den Autos verstaut. Es ging weiter zum Tauchplatz „Campingplatz„, wo der Parkplatz wieder gut gefüllt war. Bereits von Land aus konnte man den Verlauf der Steilwand gut sehen. Diese beginnt hier nämlich gleich 2m vom Ufer entfernt. Ein Schritt zu weit und ab geht’s…. 😉Am Tauchplatz Campingplatz

Kai und ich ließen uns an der Steilwand bis auf 20m Tiefe fallen und folgen dann der beginnenden Halde nach rechts. Zu sehen gab es eine alte Lore und ein Campingstuhl. Zwischenzeitlich erreichten wir auch wieder die 25m-Marke. An einem großen Felsbrocken drehten wir um und tauchten flacher zurück. Wieder an der Steilwand angekommen entdeckten wir zwei kleine Fische in den Fugen der Wand. Schön anzusehen war auch der Trimm der anderen (Tek-)Taucher, die dort ihre Deko abwarteten und gemütlich um uns herum schwebten. Am Gedenkmal von mehreren verstorbenen Tauchern vorbei hatte uns der Einstieg wieder.

Wir beendeten das Tauchwochenende mit einem abschließenden Mittagessen im Nachbardorf und waren uns einig, dass wir nicht das letzte Mal den Bodensee betauchten. Wir kommen wieder!

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