27. MĂ€rz 2009

Morituri te salutant

Sharkproject Kampagne 2009: Morituri te salutant

“Die Totgeweihten begrĂŒĂŸen dich” – so grĂŒĂŸten einst die Gladiatoren Caesar in der Arena.

Das SHARKPROJECT hat sich diesen Satz als Slogan fĂŒr seine neue Haischutzkampagne 2009 ausgesucht. Wie ich finde, treffen sie damit den Nagel auf den Punkt.

Mit der neuen Aktion will das Projekt auf die Ausrottung der Dornhaie und anderen Haiarten aufmerksam machen. Dieser findet sich in Europa immer noch als Schillerlocke in den Regalen und Frischtheken verschiedenster LebensmittelmĂ€rkte – und das, obwohl er auf der roten Liste der gefĂ€hrdeten Tierarten steht.

Ich möchte euch hier ermutigen, das Projekt aktiv zu unterstĂŒtzen. Das Projekt bietet aktuell Informationsveranstaltungen und Unterschriftsaktionen an. Informationsmaterial kann auf der Homepage eingesehen und herunter geladen werden.

22. MĂ€rz 2009

Wochenend-Resumee

Dieses Wochenende war ich zweimal im St. Leoner See abtauchen. Damit ihr auch etwas davon habt, will ich wenigstens etwas ĂŒber die TauchgĂ€nge und die Sichten erzĂ€hlen. Um es allen vorweg zu nehmen – Bilder gab es leider keine. Die Sicht ist einfach noch viel zu schlecht.

Bei beiden TauchgĂ€ngen ging es zuerst zum Kreuz auf ca. 14m Tiefe. Am Samstag entschieden wir uns dann, tief zu bleiben und durchquerten so die Tiefen des Sees entlang der Steilwand. Zu sehen hab es bis auf 3 kleine Flußbarsche nichts, zumal die Sicht auch in der Tiefe mißerabel war. ZurĂŒck hielten wir uns etwas ĂŒber der Steilwandskante, was ein recht nettes Bild ergab.

Heute (Sonntag) stiegen wir nach dem Kreuz wieder auf ca 12m auf und setzten dann unseren Tauchgang auf ca. 120° fort. Ohne Kompass wĂ€ren wir jedoch hoffnungslos verloren gewesen. Dort im flacheren Bereich hatten wir höchstens eine Sicht von 2m. Trotzdem ĂŒberraschten uns zwei schöne Barsche auf etwa 12m Tiefe. Es scheint also, als wenn diese sich langsam aus ihren Winterverstecken heraustrauen und in flaschere GewĂ€sser schwimmen. Die Barsche liesen sich von meiner Tauchlampe und dem Rasseln der Luftblasen nicht beeindrucken und standen still im Wasser, so dass wir sie schön beobachten konnten. Einen Hecht haben wir leider nicht zu Gesicht bekommen, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Schließlich war es nicht da letzte Wochenende im Leoner See.

Insgesamt betrachtet war es trotzdem ein schönes Tauchwochenende. Mit der Hoffnung und auch der Gewissheit, dass die Sicht und der Fischbestand noch bessern werden, freue ich mich schon auf das nĂ€chste Mal. Schließlich macht der Brechtsee erst in knapp vier Wochen auf…

15. MĂ€rz 2009

Tarierung mit TrockentauchanzĂŒgen

Neulich in Achims Tauchoase wurde ich gefragt, mit welchem Tariermittel ich mich im Wasser austariere. Ich antwortete, dass das Jacket fĂŒr mich das einzige Tariermittel ist. In den Trockentauchanzug kommt nur soviel Luft, wie ich fĂŒr mein WĂ€rmepolster benötige. Da entstand eine interessante Diskussion darĂŒber, mit welchem Mittel denn tariert werden solle. Es kristalisierten sich 2 Meinungen heraus.

Alternative 1: Tarierung nur mit dem Trocki

  • Man hat nur ein Tariermittel, was AnfĂ€ngern bestimmt gelegen kommt
  • Ausreichendes Luftpolster fĂŒr die WĂ€rmeisolation
  • Bessere und feinere Kontrolle des Luftablasses beim Aufstieg

Alternative 2: Tarierung ĂŒber Jacket und Trocki

  • FĂŒr AnfĂ€nger schwerer zu kontrollieren
  • Falls ein Mittel ausfĂ€llt, sinkt man nicht so stark ab, weil das andere Mittel noch Luft hĂ€lt
  • Aus dem Jacket bekommt man die Luft viel schneller raus, als aus dem Trocki. Dies könnte beim Aufstieg wichtig sein.
  • Die erwĂ€rmte Luft im Trocki muss beim Aufstieg abgelassen werden. Wenn “nachtariert” werden muss, strömt kalte Luft aus der Flasche nach. Dies ĂŒbt sich negativ auf das WĂ€rmepolster aus.

Letztendlich kamen wir in dieser Runde zu keinem Ergebnis. Da ein erfahrerener Trockentaucher mir jedoch Alternative 1 angeraten hat, will ich das heute mal probieren. Wir schon so oft treffe ich mich mit meinen Buddy’s um 12 Uhr am St. Leoner See :) .

Das Thema scheint jedoch heiss diskutiert zu sein. Auch im Taucher.Net lassen sich hier hitzige Diskussionen finden.

Bestimmt habe ich hier noch viele Argumente fĂŒr Alternative 1 und 2 ĂŒbersehen. Ihr könnt mir ja eine Nachricht zukommen lassen. Gerne ergĂ€nze ich den Artikel. Auch werde ich meine heutigen Erfahrungen hier niederschreiben. Stay tuned!

Nachtrag:

Wie erwĂ€hnt, habe ich beim heutigen Tauchgang nur mit dem Trocki tariert. Auch meine Buddy’s haben angegeben bis ca. 20m nur mit diesem zu tarieren. Danach wĂ€re die Blase aber zu groß, so dass dann – und erst dann – das Jacket hinzugenommen wird. StĂ€ndig habe ich mich erwischt, wie ich wie gerlernt zum Inflator greifen wollte, um meine negative Tarierung beim Abstieg auszugleichen. Man muss sich also mĂ€chtig umstellen. Das alleinige Tarieren ĂŒber den Anzug hat jedoch problemlos funktioniert. Unschön ist eben nur, dass die warame Luft beim Aufstieg wieder entweicht und man so noch mehr aufpassen muss, wie weit man das Auslassventil öffnet, damit die Luft entweichen kann (bevor man zum Fahrstuhl wird). Aber auch das halt problemlos funktioniert.

8. MĂ€rz 2009

Ende der Zwangspause

Heute war es dann endlich wieder soweit. Zusammen mit Michael war ich im St. Leoner See. Den gemeinsamen Tauchgang haben wir beide richtig genossen. Ich kam also in den Genuss, meine beiden “Ersatzbefriedigungen” auszutesten.

Die 15l Flasche verhielt sich auf dem RĂŒcken wie erwartet recht unspektakulĂ€r. Sie war dicht und spendete die benötigte Pressluft. Den 300gr. Unterzieher gebe ich nicht mehr her. Ich hatte zwar ein wenig MĂŒhe, bis ich den Trocki gezwĂ€ngt war, letztendlich passt aber alles perfekt, bewegen kann ich mich auch noch super. So kĂ€me ich im Notfall an die Flaschenventile und das Auslassventil gut dran. Aufgrund des dicken Unterziehers habe ich mir heute 2 kg mehr Blei gegönnt. Nach dem Tauchgang bei halbleerer Flasche habe ich dann nochmal meine Bleimege ĂŒberprĂŒft. Ok, 12 kg hĂ€tten auch ausgereicht, aber wenn man komfortabel mit viel Luft im Anzug austauchen möchte, machen die 14kg absolut Sinn. NĂ€chstes Mal werde ich nochmal die gleiche Konfiguration fahren. Vielleicht kann ich ja doch die 2kg mit der Zeit wieder einsparen – der Weg zum Wasser war nĂ€mlich extrem anstrengend.

Es bleibt also festzuhalten, dass ich wieder Pressluft atmen durfte und so meine TauchaktivitĂ€ten fĂŒr 2009 fortfĂŒhre.

 
Letzter Tauchgang
Alter Allmend
29.01.2012 11:16
20,42 m / 60,67 min
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